Aktualisiert 14.05.2006 21:01

Neue Kuhkönigin im Wallis

Der kantonale Final der Kuhkämpfe im Wallis hat am Sonntag mit einer Überraschung geendet. «Rebelle» stürzte in Aproz VS die Favoritin «Saphir» vom Thron und wurde neue «Königin der Königinnen». «Saphir» trug diesen Titel 2004 und 2005.

Damit konnte «Saphir» den Rekord von «Souris» nicht brechen. Die «Maus» setzte ihrer Kampfkarriere die Krone auf, indem sie 1998 zum dritten Mal «Königin der Königinnen» wurde. «Saphir» war ein wenig gehandicapt. Bis zum letzten Moment nämlich war nicht klar, ob sie zum sonntäglichen Final überhaupt antreten kann. Das Tier hatte einen Fremdkörper verschluckt, was es vielleicht schwächte.

Mehr als 10 000 Personen strömten zu dem Spektakel. Im Ring standen 146 Kampfkühe der Ehringerrasse. In der ersten Kategorie, welcher die Königin «Rebelle» angehört, wiegen die Tiere zwischen 652 und 756 Kilogramm.

Von der Tribüne aus wurde jeder Kampf kommentiert, jeder Hornstoss analysiert und eine Prognose über den Ausgang der Kämpfe gewagt. Siege und Niederlagen, aber auch Entscheide der Punkterichter wurden mit Applaus oder Pfiffen quittiert. Das Westschweizer Fernsehen übertrug die Kämpfe direkt.

Bei den Kuhkämpfen werden die Kühe in fünf Kategorien eingeteilt, abhängig von ihrem Alter, ihrem Gewicht und ob sie bereits gekalbt haben. Eine Kuh verliert einen Kampf, wenn sie diesen aufgibt und sich von ihrer Kontrahentin abwendet.

Die Kämpfe basieren auf dem normalen Verhalten der Rinder zur Festlegung der Rangordnung innerhalb der Herde. Verletzungen gibt es kaum.

(sda)

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