Aktualisiert 08.09.2009 08:15

Per VideoNeue Lebenszeichen von zehn FARC-Geiseln

In Kolumbien sind erneut Lebenszeichen von zehn von linken FARC-Rebellen verschleppten Geiseln aufgetaucht. Laut den Behörden wurden bei einem Kurier, der von den Streitkräften im Zentrum des Landes gefangen genommen worden war, Videoaufzeichnungen gefunden

Auf den Videos seien die teilweise seit mehr als zehn Jahren festgehaltenen sechs Polizisten sowie vier Soldaten zu sehen, teilten die Behörden am Montag (Ortszeit) mit. Die angeketteten Männer hätten Nachrichten an ihre Angehörigen übermittelt sowie Journalisten und Aktivisten gedankt, die ihnen per Radio Nachrichten zukommen liessen.

Bereits vor einer Woche waren Lebenszeichen per Videobotschaft von acht anderen Geiseln eingegangen. Alle gehören zu einer Gruppe von 23 Polizisten und Soldaten, die die FARC gegen etwa 500 inhaftierte Rebellen eintauschen möchte. Ein solcher Austausch ist aber bisher wegen Bedingungen sowohl der Rebellen als auch der Regierung nicht zustande gekommen.

Die marxistische Rebellengruppe «Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) bekämpft den Staat schon seit mehr als 45 Jahren. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. (sda)

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