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Grosser Rat BernNeue Lehrer-Pensenberechnung wird geprüft

Die bernische Regierung wird prüfen, ob künftig die Pensen der Lehrpersonen nicht mehr in Lektionen, sondern in Beschäftigungsprozenten festgelegt werden. Dies bezogen auf die Jahresarbeitszeit.

Der Grosse Rat des Kantons Bern hat am Donnerstag zwei entsprechende Vorstösse klar überwiesen. Beide stammten von Schulleitern, nämlich von Roland Näf aus Muri und Andreas Blaser aus Steffisburg (beide SP).

Die beiden Grossräte erhoffen sich von einer Änderung der Pensenberechnung mehr Flexibilität in den Schulen. Näf legte dar, beispielsweise seien Lehrpersonen für die 5. und 6. Klassen wegen des Drucks, die Kinder in die Sekundarschule zu bringen, kaum mehr zu finden. Für freie Stellen in tieferen Klassen hingegen träfen jeweils viele Bewerbungen ein.

Hätten die Schulleitungen die Kompetenz, so Näf und Blaser, die Arbeit in ihren Schulhäusern besser auf alle Lehrpersonen aufzuteilen, profitierten Schüler und Lehrer.

Näf und Blaser hatten ihre Vorstösse in der verbindlichen Form der Motion eingereicht, wandelten sie aber im Rathaus zu einem weniger verbindlichen Postulat. Damit sicherten sie sich die Unterstützung etwa von FDP und Grünen, welche sonst nicht zugestimmt hätten.

Auch Erziehungsdirektor Bernhard Pulver bezeichnete die Vorschläge zwar als interessant und prüfenswert. Es sei denkbar, dass in 20 Jahren die Schulen so organisiert seien, wie dies Blaser und Näf skizzierten.

Die beiden Vorschläge bergen aber nach Auffassung von Pulver auch Risiken, etwa hinsichtlich Ungleichbehandlung. Verbesserungen seien eventuell auch mit dem jetzigen System zu erreichen. Es gelte deshalb, die Vorschläge zuerst einmal zu prüfen. (sda)

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