Konstruktionsfehler: Neue Mistkübel sorgen für rauchende Köpfe
Aktualisiert

KonstruktionsfehlerNeue Mistkübel sorgen für rauchende Köpfe

Die Abfalleimer mit integrierten Aschenbecher fangen häufig Feuer. Die Stadt Basel reagiert und will die Prototypen anpassen

von
Samuel Hufschmid
Die neuen Mistkübel rauchen regelmässig.

Die neuen Mistkübel rauchen regelmässig.

«Zweimal schon hat der Abfalleimer vor unserem Café diese Woche gebrannt», sagt Rey Adelina, die seit 17 Jahren in der Confiserie Schiesser am Marktplatz serviert. «Es stinkt fürchterlich und bei offener Tür zieht der Rauch bis ins Geschäft hinein», erzählt die Serviceangestellte weiter. Häufig seien es die Gäste, die sie auf den rauchenden Abfalleimer hinweisen. Dann nehme sie eine Flasche Wasser und lösche den Brand.

Das gleiche Bild zeigt sich einige Schritte weiter beim Kiosk am Barfüsserplatz. Auch dort steht einer der 80 neuen Abfalleimer mit integriertem Aschenbecher. Und auch dort muss Kiosk-Frau Béatrice Kettener zwei bis dreimal pro Woche zum Wasserkrug greifen und löschen. «Die Leute überlegen halt nicht viel und werfen den Abfall in den Aschenbecher», so Kettener. Dieser fange dann Feuer und beginne zu qualmen, so die Kioskfrau.

Die Behörden kennen das Problem. Zwar seien bei Feuerwehr und Polizei noch keine entsprechenden Meldungen eingegangen. Die Stadtreinigung hat aber festgestellt, dass die Öffnung der Aschenbecher zu gross, sagt deren Leiter Alexander Isenburg. «Wir sind im Gespräch mit den Lieferanten und wollen die Prototypen entsprechend anpassen», so Isenburg.

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