Aktualisiert 29.04.2008 20:52

Neue Namen für die Opfer?

Nach dem Täter rücken nun im Inzestfall von Amstetten die Opfer ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Eine Namensänderung wäre eine mögliche Massnahme, um ihnen zu helfen.

Die Behörden sind im Inzestfall von Amstetten um eine Lösung für die Opfer bemüht, wie der österreichische Rundfunk ORF in seiner Onlineausgabe berichtet.

«Namensänderung herbeiführen»

So sollen die Opfer — in Absprache mit der Familie — eine neue Identität erhalten. Dies schlug der Amstettner Bezirkshauptmann Hans-Heinz Lenze vor, der in der Sendung Zeit im Bild (ZIB) meinte, man müsse sich «mit dem Gedanken vertraut machen, dass wir hier eine Namensänderung herbeiführen».

Noch keine Staatsbürger

Die Kinder seien noch nicht einmal Staatsbürger, sagte Lenze weiter. Das sei jedoch nur ein «juridischer Formalakt». Sobald diese Angelegenheit geregelt sei, müsse die weitere schulische Ausbildung der Kinder organisiert werden.

Nach wie vor in Behandlung

Fritzls Opfer — die 42-Jährige, fünf ihrer sechs Kinder und ihre Mutter — verblieben heute nach Angabe des ORF weiterhin «in einem geschützten Bereich» der Sonderkrankenanstalt Landesklinikum Mostviertel Amstetten-Mauer, wo sie behandelt wurden.

dhr

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