Suizid-Prävention: Neue Netze für Berner Hochbrücken
Aktualisiert

Suizid-PräventionNeue Netze für Berner Hochbrücken

Ab dem 19. Januar werden die neuen Schutznetze zur Sicherung der Kirchenfeld- und der Kornhausbrücke gebaut. Sie ersetzen die hässlichen Sicherheitszäune.

von
meo
Kommen endlich weg: Die provisorischen Sicherheitsnetze an Berner Hochbrücken.

Kommen endlich weg: Die provisorischen Sicherheitsnetze an Berner Hochbrücken.

20 Minuten/Meocci

Der Berner Stadtrat hatte am 13. Februar 2014 einen Kredit zum Bau von neuen Schutznetzen an der Kirchenfeld- und der Kornhausbrücke bewilligt. Mit der horizontalen Konstruktion wird der besonderen Bedeutung Rechnung getragen, welche die beiden unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke für die Stadt Bern haben. Horizontale Netze erlauben weiterhin die uneingeschränkte Sicht von den Brücken auf die Stadt, den Aareraum, die Landschaft und die Berge. Sie sind zudem wirksamer in der Suizidprävention als etwa Geländererhöhungen. Die neuen Schutznetze ersetzen die bisherigen provisorischen Zäune, die im Dezember 2009 angebracht wurden.

Besondere Brücken, besondere Konstruktion

Die Seilkonstruktion, die für die Montage der Netze verwendet wird, ist in ihrer Art einmalig. Die beiden Hochbrücken haben aufgrund der hohen Verkehrslasten die Grenzen ihrer Belastbarkeit erreicht. Deshalb werden die Netze nicht an der Brückenkonstruktion verankert, sondern deren Lasten werden auf beiden Seiten der Brücke über Pfähle in den Aarehang geleitet.

Die Bauarbeiten beginnen am 19. Januar an beiden Brücken gleichzeitig. Der Netzbau hingegen muss gestaffelt ausgeführt werden: Die Netze an der Kornhausbrücke werden bis zirka Ende August 2015 montiert sein, jene an der Kirchenfeldbrücke bis zirka Anfang Dezember 2015. Die Brücken werden zu keinem Zeitpunkt gesperrt. Lediglich die Fussgängerinnen und Fussgänger müssen zeitweise Einschränkungen in Kauf nehmen.

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