Neue Party: Pierre haucht dem House eine Seele ein
Aktualisiert

Neue Party: Pierre haucht dem House eine Seele ein

Durch einen Zufall stand Pierre
Piccarde plötzlich mit dem Mikrophon auf der Bühne. Heute will er es nicht mehr aus der Hand geben und beglückt Houseclubs im In- und Ausland mit seinem Soul.

Anfang der 90er Jahre geisterte Pierre als DJ durch die Musikwelt und legte Funk und Soul auf. Irgendwann eröffnete er einen kleinen Club, in dem er auch House spielte, einen Sound, der seine Vorlieben aufnahm und auf ein neues Level hievte. Und dieser Stil sollte ihn auch weiterhin begleiten: «An einer Party lag neben dem DJ-Pult ein Mikrophon. Das habe ich mir geschnappt und einfach mal reingebellt.» Anscheinend machte er dabei etwas richtig, denn die Booking-Anfragen häuften sich, bei denen nicht mehr seine Musikauswahl, sondern sein Gesangstalent gefragt waren. «Ich habe das Auflegen nicht vermisst, das Singen machte mir mehr Spass. Ausserdem hatte damals sowieso jeder Plattenspieler zuhause stehen, da war mein Ding schon etwas Besonderes.» Mit der Zeit knüpfte Pierre Kontakte zu Künstlern im Ausland, die ihn auf Bühnen in England, Italien oder Frankreich führten. Gleichzeitig gründete der umtriebige Sänger zusammen mit Thomas Bruner und lukJlite das Projekt Awooka, bei dem er seine musikalischen Vorlieben in eigene Stücke einbringen konnte.

Und nun hat der 27-Jährige ein weiteres Projekt aus der Taufe gehoben: Soulful. An dieser Partyreihe steht vor allem die weiche, natürliche Seite der Housemusik im Mittelpunkt, die Pierres Ansicht nach etwas zu kurz kam in letzter Zeit: «Das Elektro-Ding ist absolut okay, aber es fehlt mir manchmal an Alternativen. Genau diese wollen wir mit Soulful bieten.»

Thomas Nagy

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