Jemen: Neue Proteste im Jemen
Aktualisiert

JemenNeue Proteste im Jemen

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa haben weiterhin Tausende Menschen für und gegen den Langzeit- Präsidenten Ali Abdullah Saleh demonstriert.

Saleh-Gegner am Samstag in Sanaa.

Saleh-Gegner am Samstag in Sanaa.

Gegen Saleh protestiert wurde auch in Aden, Taiz, Saada und Hudeida. Lediglich in Hudeida im Südwesten kam es zu Gewalt, als die Polizei eine Sitzblockade der Präsidentengegner angriff. Sieben Demonstranten wurden dabei verletzt, berichteten Oppositionsmedien.

Am Freitag waren in Sanaa Hunderttausende Saleh-Gegner und Zehntausende Anhänger des seit 32 Jahren amtierenden Staatschefs zu Kundgebungen aufmarschiert. Die Demonstranten kamen an auseinandergelegenen Orten in der Hauptstadt zusammen. Beide Seiten hatten sich zu Zurückhaltung verpflichtet.

Auf dem zentralen Platz in Sanaa halten die Präsidentengegner seit mehr als sechs Wochen einen Dauerprotest aufrecht. Bei Angriffen auf diese und andere Kundgebungen, auf denen der Rücktritt Salehs gefordert wurde, haben die Sicherheitskräfte bislang fast 100 Menschen getötet und über 1000 weitere verletzt.

Der bedrängte Saleh hielt indes weiter an seiner Absicht fest, seinen Posten unter keinen Umständen zu räumen. In einem Treffen mit jungen Anhängern beschimpfte er die Oppositionellen ein weiteres Mal als «Lügner» und «Blutvergiesser». «Ihre ungesetzlichen Ambitionen und ihr unzivilisiertes Benehmen tragen Schuld an der Krise», sagte er. Seine Gegner wollten «durch einen Putsch an die Macht kommen». (sda)

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