Aktualisiert 03.12.2008 15:43

Heimatempfang

Neue Ratspräsidenten feierlich empfangen

Grosser Bahnhof für die neuen Präsidenten der eidgenössischen Räte: Die «höchste Schweizerin» Chiara Simoneschi-Cortesi und Ständeratspräsident Alain Berset nahmen zwei Tage nach ihrer Wahl die Glückwünsche der Regierungen in ihren Heimatkantonen entgegen und liessen sich vom Volk feiern.

Für die Gäste der neuen Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi (CVP) ging es am Mittwoch nach einer verkürzten Ratssitzung auf eine vierstündige Zugfahrt ins Tessin. Nach Zwischenhalten in Airolo und Bellinzona folgte am Nachmittag in der Universität Lugano eine offizielle Zeremonie, an der unter anderem der Präsident der Tessiner Regierung, Marco Borradori, auftrat.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey konnte nicht programmgemäss erscheinen. Ein Schneesturm hatte ihren Abflug in Oslo verzögert, wo sie die internationale Konvention zum Verbot von Streumunition unterzeichnete. Es wurde erwartet, dass sie die Grüsse des Bundesrats später beim Bankett überbringen kann.

Bundesrat Couchepin würdigt Berset

Der neue Ständeratspräsident, der erst 36-jährige Sozialdemokrat Alain Berset, führte seine Gäste am Nachmittag über Kerzers und seinen Wohnort Belfaux nach Freiburg. Dort hatte der Staatsrat die Bevölkerung zu einem Umzug zu Ehren Bersets eingeladen, der vom Bahnhof zur offiziellen Feier auf den Rathausplatz führte.

Zu den Festrednern gehörten Bundespräsident Pascal Couchepin und der Freiburger Staatsratspräsident Pascal Corminboeuf. Berset selbst konnte in seiner Rede auch seinen 84-jährigen Grossvater Francois Angeloz begrüssen, dessen Engagement am Ursprung seines eigenen Engagements gestanden sei. Bersets Grossvater hatte ebenfalls als Sozialdemokrat verschiedene Funktionen ausgeübt.

Am späten Nachmittag ging das Fest für die geladenen Gäste in Belfaux weiter. Dort gratulierte auch die erste Vizepräsidentin des Ständerats, Erika Forster (FDP/SG), Berset nochmals zur Wahl. Angesichts des Durchschnittsalters im Ständerat von 55,3 Jahren werde die Wahl eines 20 Jahre jüngeren als kleine Sensation in die Schweizergeschichte eingehen, sagte sie gemäss Redetext. (dapd)

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