Neue Runde im Streit um «Raclette»
Aktualisiert

Neue Runde im Streit um «Raclette»

Im Streit um die Bezeichnung «Raclette» rufen die drei Kantone Bern, Freiburg und Graubünden das Bundesgericht an.

Sie wollen verhindern, dass Raclettekäse unter dieser Bezeichnung künftig nur noch im Wallis hergestellt werden kann.

In dem langjährigen Rechtsstreit hatte das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) Ende 2003 entschieden, dass nur noch Käse aus dem Wallis den Namen «Raclette» tragen darf. Es lehnte 50 Einsprachen gegen die zuvor erfolgte Ursprungsregistrierung AOC für die Bezeichnung «Raclette» ab.

Rund ein Dutzend Einsprecher, darunter die Kantone Bern, Freiburg und Graubünden, wandten sich daraufhin mit einer Beschwerde an die Rekurskommission (Reko) des eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartemens. Diese trat nicht auf die Rekurse der Kantone ein, weil diese nicht beschwerdeberechtigt seien.

Diesen Entscheid fechten die drei Kantone nun beim Bundesgericht an, wie Peter Wäfler, Verantwortlicher für Strategie, Entwicklung und Qualitätsmanagement im Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern zu einem Bericht des «Tages-Anzeigers» vom Dienstag sagte. Die Kantone wollten damit das Beschwerderecht erzwingen.

Es sei «völlig unlogisch» wenn Kantone ein Einspracherecht, aber kein Beschwerderecht besitzen würden, sagte Wäfler. Ein solches Präjudiz dürfe nicht hingenommen werden.

Bis zum Vorliegen des Bundesgerichtsentscheids sei die Behandlung der übrigen Beschwerden auf Wunsch der Beschwerdeführer sistiert worden, sagte auf Anfrage Maria Amgwerd, Richterin bei der Reko.

(sda)

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