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Basel-StadtNeue Schulbauten für 790 Millionen Franken

Bis im Jahr 2020 investiert die Basler Regierung 790 Millionen Franken in Schulbauten – 55 Projekte sind schon in Bearbeitung.

von
Dominique Artacho
Die regierungsraetliche Delegation Schulraumplanung orientierte am Dienstag 11. November über den Stand der Umsetzung der Basler Schulraumoffensive.

Die regierungsraetliche Delegation Schulraumplanung orientierte am Dienstag 11. November über den Stand der Umsetzung der Basler Schulraumoffensive.

Im Rahmen der Schulraumoffensive fanden in diesem Jahr bereits an insgesamt 22 Standorten gleichzeitig grössere und kleinere Bauarbeiten statt. Für die baulichen Anpassungen an das neue Schulsystem, die Ausbauten der Tagesstrukturen und die zusätzlichen werterhaltenden Baumassnahmen waren etliche Umzugsaktionen erforderlich.

Gemäss heutiger Einschätzung wird der für die Umsetzung der Schulraumoffensive zur Verfügung stehende Gesamtkostenrahmen in Höhe von 790 Millionen Franken ausreichen, um bis 2020 sämtliche 60 Schulraumvorhaben realisieren zu können. «Sowohl die Gesamtkosten als auch die Termine der gesamten Basler Schulraumoffensive sind phasengerecht unter Kontrolle», gab die regierungsrätliche Delegation Schulraumplanung am Dienstag bekannt.

Totalsanierungen gestartet

Im Sommer/Herbst 2014 wurden drei Totalsanierungen grosser Schulanlagen gestartet. Einer Gesamtsanierung musste sich die Schulanlage Bäumlihof unterziehen lassen. «Mit einem Baukredit in der Höhe von 103 Millionen Franken ist dies das kostenmässig grösste Einzelvorhaben der Schulraumoffensive», sagt Baudirektor Hans-Peter Wessels.

Nebst der Sanierung und dem Umbau des Theobald-Baerwart-Schulhauses für geschätzte 21,5 Millionen Franken wurde auch mit der Gesamtsanierung des Gymnasiums Kirschgarten begonnen. Der gesamte Schulbetrieb wurde dafür in das grösste Basler Schulprovisorium auf der Luftmatt verlegt. Die Investitionen in das Gymnasium belaufen sich auf insgesamt 45,5 Millionen Franken.

Um den Schulunterricht so wenig wie möglich zu stören, wurde viel Arbeit während den Schulferien geleistet. «Um mit dem Umbau wie geplant voranzukommen, müssen wir aber auch während der Schulzeit mit den Arbeiten fortfahren», bedauert Erziehungsdirektor Christoph Eymann.

Neuer Standort

«Von den insgesamt 60 Bauvorhaben laufen 57 nach Plan», sagt Finanzdirektorin Eva Herzog. Lediglich drei Bauvorhaben könnten die bisher kommunizierten Zieltermine gefährden. Dabei handelt es sich um die Schulhäuser Schoren, St. Johann und Volta.

Im Falle der Primarschule Volta war ursprünglich ein Neubau neben dem Schulhaus an der Wasserstrasse geplant. Neu soll nun ein bestehendes Gebäude an der Elsässerstrasse 209 zu einem Schulhaus umfunktioniert werden, wie Herzog mitteilte. Begründet wird die neue Lösung mit den engen Platzverhältnissen am Standort der Primarschule Volta, den tendenziell steigenden Schülerzahlen sowie mit der Möglichkeit, im Quartier einen neuen Schulstandort zu schaffen.

Ausbau Tagesstrukturen

Die Tagesstrukturen umfassen unterrichtsergänzende Betreuungsangebote und werden laufend ausgebaut. Der Ausbau der Tagesstruktur-Räume hängt in erster Linie vom Baufortschritt der jeweiligen Bauprojekte ab. Auf Beginn des Schuljahres 2015/2016 kommen an vier Sekundarschulstandorten weitere 420 Plätze hinzu. Auch auf Primarstufe werden auf Beginn des nächsten Schuljahres nochmals rund 200 zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen.

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