Neue Sitzblöcke am Rathaus: Attraktiv für Skateboarder
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Neue Sitzblöcke am Rathaus: Attraktiv für Skateboarder

Skateboarder sorgen auf der Rathausbrücke für Ärger. Sie benutzen die neu aufgestellten Sitzblöcke, um Sprünge zu üben. Kein Wunder – seit Jahren warten die Skater auf eine offizielle Anlage.

Seit der Renovation der Rathausbrücke kommen sich dort Passanten und Skater immer öfter in die Quere. Für Zündstoff sorgen die neuen Betonblöcke, die die klobigen Sitzbänke aus den 70er-Jahren ersetzt haben.

«Voll cool, dass ihr die lästigen Bänke endlich liquidiert habt», schreibt ein gewisser Rollbrättlirené in der Rubrik Freud und Ärger des «Altstadt-Kuriers». Die neuen «Skaterblöcke» hätten genau die richtige Grösse für fantastische Kantenslides.

Bei der Stadt weiss man um das Problem: «Es ist für manche Leute ein Ärgernis, aber man kann deswegen keinen Polizisten dorthin stellen», sagt Urs Spinner, Sprecher des Hochbaudepartements der Stadt Zürich. Für die Skater habe er Verständnis. Nachdem der Freestyle-Park bei der Allmend Brunau wegen Einsprachen auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt worden ist, wollte man den Skatern im Kreis 3 eine Industriehalle als Trainingsanlage zur Verfügung stellen.

Aber auch dort wehrten sich die Anwohner – zudem haben derzeit Hausbesetzer die Liegenschaft in Beschlag genommen. Spinner: «Skater sind Sportler, die wie Fussballer oder Eishockeyaner eine Anlage zum Trainieren brauchen.» Solange sich einige wenige Leute dagegen wehren, springen ihnen die Skater halt

auf öffentlichen Plätzen um die Ohren.

Alexandra Roder

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