Kündigung: Neue Unruhe bei der «Basler Zeitung»
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KündigungNeue Unruhe bei der «Basler Zeitung»

Neuer Ärger bei der «BaZ»: Der stellvertretende Chefredaktor Urs Buess hat gekündigt. Er galt als linksliberaler Gegenpol zu Chefredaktor Markus Somm.

von
ast

Der stellvertretende Chefredaktor der «Basler Zeitung», Urs Buess, hat offenbar den Hut genommen. Das berichten die «NZZ am Sonntag» und «Der Sonntag» übereinstimmend. Chefredaktor Markus Somm wollte seine Redaktion erst am Montag über die Demission informieren.

Gemäss «Der Sonntag» war nicht ein einzelner Anlass für die Kündigung ausschlaggebend, sondern «zunehmender Leidensdruck». Für Buess war es offenbar ein unhaltbarer Zustand, nicht zu wissen, wer die wahren Eigentümer der «Basler Zeitung» sind. Laut «NZZ am Sonntag» wollte Buess nicht länger mit Chefredaktor Markus Somm zusammenarbeiten.

Jürg Lehmann sagte gegenüber «Der Sonntag», der Abgang von Buess werde sich in der Zeitung «bestimmt bemerkbar» machen. Der 58-jährige Buess deckte publizistisch die «linke Flanke» ab, was bei einer Zeitung nicht ganz unwichtig ist, deren Leserschaft eher dem links-grünen als dem rechtsbürgerlichen Lager zuzurechnen ist.

Lehmann hätte im Sommer 2010 zusammen mit Urs Buess die Ko-Chefredaktion der «Basler Zeitung» übernehmen sollen, was vom damaligen Verleger Tito Tettamanti aber in letzter Minute verhindert wurde.

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