Neue Unruhen in Lhasa
Aktualisiert

Neue Unruhen in Lhasa

In der tibetischen Hauptstadt Lhasa sind Berichten zufolge neue antichinesische Unruhen ausgebrochen.

Der Protest habe gegen 14.00 Uhr am Ramoche-Kloster begonnen, es seien «viele Menschen» beteiligt, berichtete Kate Saunders von der in Washington ansässigen Internationalen Kampagne für Tibet unter Berufung auf Augenzeugen. Nach einigen Stunden habe sich die Lage wieder beruhigt. Sie habe keine Informationen über Verletzte oder Festnahmen.

Das Kloster war bereits bei den schweren Unruhen am 14. März der Ausgangspunkt der Proteste. Auch am Jokhang-Kloster in Lhasa soll es eine Demonstration gegeben haben, wie die tibetische Exilregierung meldete.

Der Sender Radio Free Asia berichtete unter Berufung auf Augenzeugen von mehren hundert Teilnehmern an den Protesten. Es habe Handgemenge gegeben. «Die Leute rannten in alle Richtungen», wurde ein weiterer Augenzeuge zitiert. «Es war ein riesiger Protest. Die Leute schrien.» Die Klöster Ramoche und Jokhang sind Saunders zufolge abgeriegelt.

Die chinesische Regierung hatte am Samstag eine Kurzbesuch von internationalen Diplomaten in Lhasa organisiert, denen sie ihre Sicht der Vorfälle vor zwei Wochen erläuterte. Eine ähnliche Reise für Journalisten am Donnerstag wurde von etwa 30 Mönchen genutzt, um vor der Weltöffentlichkeit Religionsfreiheit und die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet zu fordern. (dapd)

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