Neue Volksinitiative: Englisch rein, Französisch raus
Aktualisiert

Neue Volksinitiative: Englisch rein, Französisch raus

Kein Früh-Französisch, dafür vier Jahre Englisch an der Primarschule: Dies fordert ein Teil der Primar- und Oberstufenlehrer in einer am Mittwoch im Kanton Zürich lancierten Volksinitiative.

Eine Fremdsprache an der Primarschule sei genug, sagten die Initianten am Mittwoch in Zürich vor den Medien. «Lieber eine Sprache richtig als alle Sprachen ein bisschen», sagte auch Mitinitiant und EVP-Kantonsrat Hanspeter Amstutz (Fehraltorf) auf Anfrage.

Das Initiativkomitee spricht sich dabei klar für Früh-Englisch statt Früh-Französisch aus. Vorgeschlagen werden vier Jahre Englisch von der 3.-6. Primarklasse, danach auf der Oberstufe Französisch und Englisch.

Gegen «Kopflastigkeit»

Die Initiative richte sich vor allem auch gegen den Vorschlag, in der Mittelstufe das Fach Realien (Heimatkunde, Mensch und Umwelt) auf Englisch zu erteilen. Damit werde dieses Orientierungswissen vermittelnde Fach ebenso abgewertet wie das dabei wichtige Deutsch, sagte Amstutz.

Ferner würden zu viele Sprachen zu Kopflastigkeit führen und die Balance Kopf-Herz-Hand in ein Ungleichgewicht bringen. Dem 44- köpfigen Initiativkomitee gehören neben Lehrkräften der Mittel-und Oberstufe und Kindergärtnerinnen auch Handarbeitslehrerinnen sowie Politikerinnen und Politiker der Grünen und der EVP an. Für eine Abstimmung sind 10 000 Unterschriften nötig.

(sda)

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