Aktualisiert 25.08.2019 21:20

Reporterin vergewaltigt?Neue Vorwürfe gegen Islamforscher Ramadan

Die gegen den Genfer Islamforscher Tariq Ramadan hängige Vergewaltigungsklage wurde ausgeweitet. Grund sind neue Vorwürfe.

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Am 13. April 2018 hat eine Schweizerin Klage gegen den Islamforscher Tariq Ramadan eingereicht.

Am 13. April 2018 hat eine Schweizerin Klage gegen den Islamforscher Tariq Ramadan eingereicht.

Keystone/Martial Trezzini
Ramadan soll die Frau 2008 in einem Genfer Hotel vergewaltigt haben.

Ramadan soll die Frau 2008 in einem Genfer Hotel vergewaltigt haben.

Keystone/Laurent Gillieron
Der 56-Jährige war Anfang des Jahres in Frankreich festgenommen worden.

Der 56-Jährige war Anfang des Jahres in Frankreich festgenommen worden.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Die in Frankreich hängige Vergewaltigungsklage gegen den Genfer Islamforscher Tariq Ramadan wird ausgeweitet. Ramadans Anwalt Emmanuel Marsigny bestätigte am Sonntag entsprechende Medieninformationen, wollte sich aber nicht zu Einzelheiten äussern.

Von Seiten der Justizbehörden war zu erfahren, dass die Staatsanwaltschaft am 26. Juli eine Klageerweiterung einreichte. Darin geht es um den Vorwurf, Ramadan sei am 23. Mai 2014 an einer gemeinschaftlichen Vergewaltigung einer Reporterin beteiligt gewesen und habe sie später durch Drohungen von einer Klageerhebung abgehalten.

Im November aus U-Haft entlassen

Ramadan wurde im November unter Zahlung einer Kaution von 300'000 Euro aus der Untersuchungshaft entlassen. Er musste seinen Schweizer Pass abgeben und darf Frankreich nicht verlassen. Durch die Klageerweiterung könnte die Haftentlassung unter Auflagen hinfällig werden.

In früher eingeleiteten Verfahren werfen zwei Frauen Ramadan vor, sie in den Jahren 2009 und 2012 vergewaltigt zu haben. Ramadan ist seit Ende 2017 von seiner Professur an der britischen Universität Oxford beurlaubt. Er ist der Enkel des Gründers der ägyptischen Muslimbruderschaft. (sda)

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