Digitale Kunst: Neue Warhol-Bilder auf alten Disketten entdeckt
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Digitale KunstNeue Warhol-Bilder auf alten Disketten entdeckt

Marilyn Monroe oder eine Venus mit drei Augen: Ein US-Museum ist auf neue Werke des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol gestossen. Diese lagerten 30 Jahre lang unentdeckt auf Disketten.

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tob/sda

Der Computerhersteller Commodore hatte in den 80er-Jahren dem Pop-Art-Künstler Andy Warhol einen Amiga-Computer zur Verfügung gestellt. Er sollte den Rechner nutzen, um die Leistung der Grafikkarte zu demonstrieren. Davon machte der Künstler rege Gebrauch: Über 20 digitale Werke hat Warhol mit dem Amiga-Computer geschaffen und auf Disketten archiviert – wo sie in Vergessenheit gerieten.

27 Jahre nach seinem Tod haben Experten die Bilder nun wiedergefunden und zugänglich gemacht, wie das Andy-Warhol-Museum in Pittsburgh mitteilte. Ein Warhol-Fan entdeckte bei Youtube zufällig ein Filmchen, in dem Warhol an den digitalen Bildern arbeitete. Zusammen mit anderen Enthusiasten machten sich die Fans auf die Suche nach den verschollenen Disketten.

Gefunden wurden die Bilder von einer Gruppe aus Computerexperten und Künstlern. Sie entdeckten den verschollen geglaubten Kunstschatz auf alten Amiga-Disketten im Fundus des Warhol-Museums in Pittsburgh. Experten eines Computerlabors machten die Bilder nun wieder sichtbar. Die Werke zeigen vertraute Objekte seiner Arbeit: Marilyn Monroe, die berühmte Suppendose, Selbstporträts oder auch eine Venus mit drei Augen. Insgesamt soll es sich beim Fund um 23 Bilder handeln.

Bei der Suche nach den Bildern wurden die Experten von einer Kamera begleitet. Am 10. Mai wird der Dok-Film «Trapped» erstmals in Pittsburgh gezeigt. Ab 12. Mai soll die Dokumentation hier online zugänglich sein.

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