Aktualisiert

Neue Wörter für Basler Fibel gesucht

Kuul, Kompjutr, vrsiffe oder tschegge: Das Baseldeutsch-Wörterbuch wird überarbeitet. Um den aktuellen Wortschatz genauer zu erfassen, wurde unter Baseldeutsch.ch eine Umfrage aufgeschaltet.

Das Baseldeutsch-Wörterbuch von Rudolf Suter ist für viele Dialektliebhaber die Fibel überhaupt. Im Jahr 2010 soll eine überarbeitete Ausgabe des 1984 im Christoph-Merian-Verlag erstmals erschienen Buch entstehen. Der Verlag zahlt 300000 Franken ans Projekt. An dessen Aktualisierung arbeitet seit Januar eine Sprachwissenschaftsgruppe der Uni Basel. «Um den aktuellen Wortschatz zu erfassen, untersuchen wir unter anderem baseldeutsche Songtexte, Theaterstücke und Hörspiele», sagt Projektleiter Lorenz Hofer. «Über die frei zugängliche Online-Umfrage erhalten wir zudem Daten über den effektiven Sprachgebrauch», so Hofer weiter. Scheen werde zum Beispiel immer seltener verwendet – guugle oder Zee-Dee hingegen immer öfter.

Werner Lukas, der sich seit Jahrzehnten mit der Sprache auseinandersetzt, begrüsst diese Überarbeitung sehr. «Es ist wichtig, dass englische Wörter, die sich eingebürgert haben, aufgenommen werden», so Lukas. Sie müssten jedoch Baseldütsch und nicht Baseldytsch geschrieben werden. So heisse es dann etwa söörfe und nicht seerfe. Lukas: «Wörter wie Zee-Dee-Spiiler oder Läbbtop sind aber völlig unpraktisch und übertrieben.»

Denise Dollinger

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