Siedlung Rautistrasse: Neue Wohnungen – 3500 kamen an Besichtigung
Aktualisiert

Siedlung RautistrasseNeue Wohnungen – 3500 kamen an Besichtigung

Die Stadt Zürich wurde beim Besichtigungstermin für die neue Siedlung Rautistrasse förmlich überrannt. Für die ersten 59 Wohnungen brachte sie über 2000 Anmeldeformulare los.

von
rom

Wenn die Stadt Zürich Wohnungen zur Vermietung ausschreibt, sind die Warteschlangen beim Besichtigungstermin immer lang. Doch was die Liegenschaftenverwaltung an den ersten beiden Tagen bei der neuen Siedlung Rautistrasse in Altstetten erlebt hat, überraschte selbst deren Direktor Arno Roggo: «Es war intensiv, denn es kamen rund 3500 Personen.» Man habe beim Areal- und beim Hauseingang Mitarbeitende als Tropfenzähler einsetzen müssen, damit sich in der Musterwohnung nicht zu viele Leute gleichzeitig aufhielten.

Laut Roggo gingen für die ersten 59 der total 104 Wohnungen über 2000 Anmeldeformulare weg. «Das Interesse war so gross, dass uns die Formulare ausgegangen sind.» 545 davon sind bereits bei der Liegenschaftenverwaltung eingetroffen. Klar ist, dass noch Hunderte folgen werden, denn am 16. Juni findet nochmals ein Besichtigungstermin statt. «An diesem Tag rechnen wir aber mit deutlich weniger Leuten», sagt Roggo. So oder so haben alle Interessenten noch genügend Zeit, sich anzumelden. Das Auswahlverfahren findet erst nach dem 16. Juni statt.

«Soziale Vielfalt» als Ziel

Momentan würden die eingegangenen Formulare auf einer Excelliste erfasst mit den für die Auswahl relevanten Daten. «Ziel ist es, eine gute Belegung beziehungsweise eine soziale Vielfalt sicherzustellen», sagt Roggo. Auch müsse das Einkommen in einem angemessenen Verhältnis zum Mietzins stehen. Der Abschluss der Mietverträge für die erste Etappe soll noch vor den Sommerferien abgeschlossen sein.

Dass die lichtdurchfluteten Neubau-Wohnungen mit Fenstern bis zum Boden weggehen wie warme Weggli, verwundert nicht: Die monatliche Nettomiete für 4,5 Zimmer verteilt auf 106 Quadratmeter beträgt knapp 2000 Franken brutto. Das ist für Zürcher Verhältnisse preiswert. Doch weil es für eine Familie mit Kindern immer noch viel Geld ist, subventioniert die Stadt ein Drittel der Wohnungen. Dies bedeutet für die gleichen 4,5 Zimmer einen Bruttomietzins von noch rund 1390 Franken.

Weitere Projekte in der Pipeline

Wer an der Rautistrasse leer ausgeht, kann sich immerhin auf weitere Projekte der Stadt freuen. Sie plant in den nächsten Jahren rund 900 neue Wohnungen, darunter das Grossprojekt auf dem Hunziker-Areal in Oerlikon oder der erst diese Woche gestartete Bau der Siedlung auf der Kronenwiese im Kreis 6.

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