Aktualisiert 03.08.2006 11:08

Neue Zugsicherung auf gutem Kurs

Im ersten Monat Testbetrieb mit dem elektronischen Zugsicherungssystem ETCS zwischen Mattstetten und Rothrist sind laut SBB über 95 Prozent der Fahrten störungsfrei verlaufen.

Doch zeigte die Betriebsphase Probleme mit der Datenübertragung. Auch die BLS AG ist mit ihren Tests im Lötschberg-Basistunnel zufrieden.

Die vorgesehenen 260 ETCS-Fahrten im fahrplanmässigen Betrieb auf der Neubaustrecke nach 22.30 Uhr verliefen nach Auskunft von SBB-Sprecher Roland Binz vom Donnerstag in über 95 Prozent der Fälle störungsfrei. Vereinzelt mussten Züge über die alte Strecke geleitet werden, weil sich Probleme mit der Datenübertragung ergaben, wie er sagte. Darum verzögerte sich auch die Ausweitung der fahrplanmässigen ETCS-Fahrten ab jeweils 21.30 Uhr um gut zwei Wochen. Laut Binz sollen die Züge ab kommendem Wochenende eine Stunde früher mit dem funkbasierten Zugsicherungssystem verkehren, das die relevanten Informationen auf einem Bildschirm im Führerstand darstellt.

Im Lötschberg-Basistunnel führte die BLS AG in ihrer zweimonatigen Testphase bisher 63 Schichten oder Testeinheiten durch, die insbesondere den Zugfunk prüften, wie Sprecherin Käthi Fischer von der BLS Alp Transit sagte. Einige erfolgreiche Tests hätten auch mit dem europäischen Zugkontrollsystem (ETCS) stattgefunden, sagte Fischer. Ein Rückfall-Szenario auf Aussensignale im Falle technischer Probleme steht laut Fischer zurzeit nicht zur Diskussion. Die BLS gehe davon aus, dass das neue Sicherungssystem funktioniere. (dapd)

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