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Neuer Anlauf für gesetzliches Rauchverbot in den Beizen

Darauf, dass die Beizer freiwillig ein Rauchverbot einführen, wollen sich die Rauch-Gegner nicht verlassen. Sie stossen im neuen Parlament nach: Das Verbot in Beizen soll gesetzlich verordnet werden.

«Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um noch einmal richtig Dampf gegen den Qualm zu machen», sagt EVP-Grossrat Ruedi Löffel. Exakt am 6. 6. 2006, wenn das neue Kantonsparlament vereidigt ist, reicht er einen Vorstoss ein. Die Forderung: Das Rauchen in Berner Beizen soll per Gesetz verboten werden.

Letztes Jahr ist Löffel mit diesem Vorschlag noch am Stichentscheid des Präsidenten gescheitert: Das Parlament hat zwar für alle anderen öffentlichen Gebäude ein Verbot beschlossen, Restaurants aber ausgenommen. Doch der Wind scheint sich zu drehen: Im Tessin ist das Beizen-Rauchverbot eingeführt und scheint sich zu bewähren. Auch national bewegt sich einiges: Ein entsprechender Vorstoss von FDP-Nationalrat Felix Gutzwiler ist lanciert und wird beraten.

Doch Löffel will unabhängig von der nationalen Entwicklung weiter gegen den Rauch kämpfen: «Die Kantone sind schneller in der Umsetzung», sagt Löffel. Und je rascher etwas passiere, desto besser: «Neuste Studien beweisen: Zigarettenqualm ist so schädlich wie giftige Abgase aus Verkehr und Industrie.»

Andrea Abbühl

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