«Noch krasser»: Neuer Aufruf zu Project X
Aktualisiert

«Noch krasser»Neuer Aufruf zu Project X

In St.Gallen kursieren neue Aufrufe zu einer illegalen Party. Die Polizei will, falls nötig, wieder hart durchgreifen.

von
Urs-Peter Zwingli
Polizeieinsatz an der unbewilligten Party am 7. Juli.

Polizeieinsatz an der unbewilligten Party am 7. Juli.

Wenige Tage nachdem eine eskalierte Party am Marktplatz zu Verhaftungen und Sachschäden geführt hat, kursieren wieder anonyme SMS: «Die Party geht noch krasser», heisst es darin. Stattfinden soll die Neuauflage der Project X genannten Party auf den Drei Weieren. In den Nachrichten ist teils vom 31. Juli, teils vom 1. August die Rede. Weiter schreiben die Initianten: «Alk mitnehmen und nicht wie letztes Mal über Facebook die Sache rumerzählen.»

Die Stadtpolizei St. Gallen weiss seit Dienstagabend von den Aufrufen, wie Mediensprecher Benjamin Lütolf sagt. Man habe schon mehrmals Dialogbereitschaft signalisiert. Dass wieder ein anonymer Aufruf komme, zeige aber, «dass die Organisatoren offen provozieren. Sie suchen die Auseinandersetzung», so Lütolf. Die Polizei werde die Lage laufend analysieren, «von einem friedlichen Anlass können wir aber nicht mehr ausgehen.» Sollte es auf Drei Weieren zu einer unbewilligten Party kommen, werde man uniformierte Ansprechpersonen vor Ort haben – und Ordnungsdienst-Polizisten «in der Hinterhand».

Die von Stapo-Kommandant Pius Valier angekündigte Absperrung von Stadtgebieten – in diesem Fall die Weieren – sei eine Option, sagt Lütolf. Gestern wurde neue Kritik an der Taktik der Polizei laut: In einer Medienmitteilung schreibt die städtische SP, die Polizei sei «nicht gewillt oder nicht in der Lage, schwierige Situationen ohne Eskalation zu lösen». Lütolf weist dies zurück: «Unser Vorgehen hat sich bewährt.»

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