Basel-Stadt: Neuer Club am Marktplatz eröffnet bald
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Basel-StadtNeuer Club am Marktplatz eröffnet bald

Lange wurde gemunkelt, jetzt ist es offiziell: Das Café Singer eröffnet am Marktplatz Ende Jahr seine Pforten. Ein Publikum ab 23 Jahren soll Lärmklagen verhindern.

von
mak

Giuseppe Miele ist aufgeregt und voller Vorfreude. Der Geschäftsführer des Café Singer steht kurz davor, sein neues Bijou einzuweihen. Seit vor einer Woche die Baubewilligung eingetroffen ist, bleibt im Gebäude am Marktplatz 34 kein Stein auf dem anderen. Wo früher Kultfilme über die Leinwand flimmerten, soll noch in diesem Jahr das erste Mal getanzt werden.

«Es wird auf Hochtouren gearbeitet, so dass wir hoffentlich nach Weihnachten eröffnen können», so Miele. Mit seinem Konzept wollen die Betreiber zurück zu den Wurzeln des Hauses. 1916 hatte das Café Singer schon einmal in denselben Gemäuern eröffnet – damals nach dem Vorbild der Berliner Café- und Teehäuser sogar mit Tanzfläche.

100 Jahre später soll unter dem gleichen Namen ein Lokal für jedermann entstehen. «Wir werden eine Bar mit breitem Angebot errichten, die unter der Woche bis zwölf Uhr und von Donnerstag bis Samstag bis vier Uhr morgens geöffnet sein wird.»

Keine Angst vor Lärmklagen

Die Lage am Marktplatz sieht Miele als Chance – auch wenn sein Vorgänger vor Problemen warnt. Cem Kilic war früher Inhaber des Tanzcafés Singerhaus im ersten Stock des Gebäudes. Er erinnert sich, dass der Betrieb nicht immer einfach war: «Man hat keinen Platz, um die Gäste in einem Innenhof rauchen zu lassen. Wenn dann ein paar Leute auf der Strasse herumstehen, entsteht automatisch Sekundärlärm.»

Miele hat die Anwohner kontaktiert und nach eigenen Angaben nur verständnisvolle und positive Rückmeldungen erhalten. «Wir haben mitgeteilt, dass der Club erst ab 23 Jahren zugänglich sein wird und keine Studentenparties mehr stattfinden werden.» Für die Raucher entsteht im ersten Stock ein kleines Fumoir, damit sich diese nicht zu oft auf der Strasse aufhalten. Damit hofft Miele, dass der Lärm im Gebäude selber bleibt.

80 Prozent elektronische Musik

Die Bar wird parallel und unabhängig vom Club betrieben. Jedoch ist das Zentrum der Bar mit mobilen Möbeln so gehalten, so dass auch dort eine Tanzfläche entstehen könnte. Der Club im Untergeschoss ist für 200 Besucher ausgelegt. Ob das Fassungsvermögen noch gesteigert werden kann, lässt Miele offen. «Wir müssen erst einen Event veranstalten und dann sehen, ob wir vielleicht auch 250 bis 300 Personen empfangen können.»

Vom Musikprogramm hat Miele eine klare Vorstellung: «Zu 80 Prozent werden wir elektronische Musik spielen. Es soll aber auch Platz für Hip-Hop, Funk oder Disco-Tunes haben.»

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