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USANeuer Dammbruch am Mississippi

Im Hochwassergebiet des Mississippi ist erneut ein Damm gebrochen. Der Ort Winfield sowie die landwirtschaftlichen Gebiete rund um das Dorf waren von Überschwemmungen bedroht. Die Bewohner mussten evakuiert werden.

Zwar sei nicht sicher, in welchem Tempo sich das Wasser durch die Bresche in dem Erdwall ergiessen werde, doch müssten 875 Bewohner mit Überschwemmungen rechnen, warnten Wetterdienste am Freitag. Unklar sei auch, ob der Rest des Dammes halten werde.

Erst zu Wochenbeginn hatte es im Mittleren Westen der USA Entwarnung gegeben. Nach dem Bruch von fast zwei Dutzend Dämmen in den Bundesstaaten Illinois, Iowa und Missouri hatten schliesslich die Dämme insbesondere rund um die Grossstadt St. Louis (Missouri) gehalten. Tausende von Freiwilligen und Nationalgardisten hatten wochenlang die Dämme mit Millionen Sandsäcken verstärkt.

Überflutungen und schwere Stürme haben im gesamten Mittleren Westen seit Anfang des Monats mindestens 24 Menschen das Leben gekostet. Nach vorläufigen Schätzungen der US-Regierung zogen die Fluten und andere Wetterextreme bislang mehr als 16 000 Quadratkilometer Farmland in Mitleidenschaft. Bis zu zehn Prozent der Mais- und Sojaernte dieses Jahres drohen verloren zu gehen.

(sda)

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