Neuer E-Mail-Wurm verbreitet sich rasend schnell
Aktualisiert

Neuer E-Mail-Wurm verbreitet sich rasend schnell

Drei Wochen nach «MyDoom» ist am Mittwoch ein neuer E-Mail-Wurm aufgetreten, der in kurzer Zeit eine massive Verbreitung gefunden hat.

Die als «W32/Bagle-B» bezeichnete Schädlingssoftware öffnet auf infizierten Computern eine so genannte Hintertür, durch die ein Eindringling persönliche Daten ausspionieren kann. Der Wurm wurde nach Angaben der amerikanischen Sicherheitsfirma messagelabs.com in wenigen Stunden mehr als 86.000 Mal abgefangen; davon traten allein zehn Prozent auf Rechnern in Deutschland auf.

Auch bei der Firma Sophos gingen zahlreiche Klagen von Kunden über den neuen Wurm ein. Zu erkennen ist der Schädling demnach an der E-Mail-Betreffzeile «ID». Der Anhang der E-Mail enthält eine exe-Datei, die nach dem Start alle Mail-Adressen auf dem befallenen Rechner sammelt und diese für die Absenderabgaben von weiteren Wurm-Mails missbraucht. «Bagle-B rast durch das Web», erklärte Sophos.

E-Mail-Nutzer sollten generell keinen Dateianhang unbekannter Herkunft öffnen, schon gar keine Programmdateien mit der Endung .exe. Bei einem bekannten Absender empfiehlt es sich, einfach nachzufragen. Ansonsten sollten gängige Sicherheitsvorkehrungen wie Virenschutzsysteme ständig eingesetzt und aktuell gehalten werden. Dies gilt insbesondere bei Rechnern, die ständig am Internet angeschlossen sind.

Am 27. Januar startete der millionenfach verbreitete E-Mail-Wurm «MyDoom», der in zwei Varianten auftrat. Die infizierten Rechner wurden zu koordinierten Angriffen auf die Web-Server der Software-Firmen SCO und Microsoft missbraucht. (dapd)

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