Neuer Evakuierungsplan für New Orleans
Aktualisiert

Neuer Evakuierungsplan für New Orleans

Knapp einen Monat vor Beginn der neuen Hurrikan-Saison hat der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, am Dienstag einen umfassenden Evakuierungsplan vorgelegt. Er sieht im Ernstfall eine schnelle Räumung der Stadt vor.

Spätestens 36 Stunden vor dem erwarteten Eintreffen eines im Golf von Mexiko heranziehenden Sturms ab der Kategorie 3 soll die Räumung erfolgen. Busse sowie Züge sollen nach Angaben von Nagin in ausreichender Zahl für jene bereit stehen, die über kein eigenes Transportmittel verfügen.

Im Gegensatz zum vergangenem Jahr, als nach dem Hurrikan Katrina Ende August tausende Flüchtlinge tagelang in einem Stadion und im Kongresszentrum unter menschenunwürdigen Umständen untergebracht waren, soll es in einem neuerlichen Katastrophenfall keinen «letzten Zufluchtsort» in der Stadt mehr geben.

«New Orleans wird evakuiert, Punkt», sagte Nagin, der wegen der chaotischen Zustände nach Katrina scharf kritisiert worden war. Am 20. Mai bemüht er sich in einer Stichwahl erneut um den Bürgermeisterposten.

Bei Katrina waren mehr als 1300 Menschen umgekommen. Im Fall einer Evakuierung soll es anders als bei Katrina den Bürgerinnen und Bürgern auch erlaubt sein, ihre Haustiere mitzunehmen. Voraussetzung ist, dass die Tiere in Käfigen oder Tragetaschen untergebracht sind.

Als der Hurrikan Ende August fast ganz New Orleans unter Wasser setzte, waren viele Menschen in ihren Häusern geblieben, weil sie ihre Hunde oder Katzen nicht zurücklassen wollten.

(sda)

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