Aktualisiert

BaselNeuer, fieser Bankomat-Trick

Ein Kunde wollte bei einem Bankomaten in Basel 1000 Franken abheben. Alle dazu nötigen Handgriffe verliefen reibungslos - nur das Geld wurde nicht ausgespuckt.

Es blieb in der Abdeckung des Geldauswurfschlitzes stecken. Nach Minuten erfolglosen Wartens verliess der Bankkunde den Automatenraum ohne Geld. Kurz darauf erschienen die Täter, entfernten die beim Geldausgabeschlitz angebrachte Abdeckung, die mit Klebstoff präpariert worden war, und nahmen das Geld. Am Dienstag ging eine zweite Meldung ein, die einen anderen Bankomaten betraf. Eine Kontrolle ergab, dass dort ebenfalls der Trick mit dem Kleber zum Einsatz kam.

Wie Kriminalkommissar Markus Melzl gegenüber 20 Minuten Online sagt, sind die gefälschten Ausgabeschlitze nicht zu erkennen: «Der Geldausgabeschlitz ist auf beiden Seiten rund 3 Millimeter höher und zwei Zentimeter breiter. Durch den Leim gibt es einen Ausgabestau wie in einem Drucker - und das Geld bleibt stecken.»

Die Staatsanwaltschaft Basel warnt vor der neuen Deliktsmasche und rät Bankkunden, beim Feststellen von Manipulationen sofort die betreffende Bank zu verständigen. Falls bei einem Geldbezug die Banknoten nicht ausgeworfen würden oder irgendwo stecken blieben, dann sollte man sich auf keinen Fall vom Bankomat entfernen. Wenn vom betreffenden Standort aus die Bank aus zeitlichen oder örtlichen Gründen nicht verständigt werden könne, so soll von Ort und Stelle aus die Polizei alarmiert werden, rät Melzl.

(ast)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.