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Reka-Dorf ZinalNeuer Hotspot für Bergsportler

Das Reka-Dorf Zinal feiert Wiedereröffnung. Gemeinsam mit dem Outdoor-Ausrüster Mammut will es ein Mekka für Bergsportler werden.

von
Denise Maritsch

Zwei Schweizer Unternehmen trotzen dem starken Schweizer Franken und möchten den Bergsport wieder attraktiver machen. Bei der Wiederöffnung des Reka-Dorfs Zinal gab die Schweizer Reisekasse bekannt, dass sie künftig mit dem Outdoor-Anbieter Mammut zusammenspannt. Im schneesicheren Walliser Dorf Zinal haben sie gemeinsam ein Base Camp eröffnet.

Kein Zeltlager für trainierte Bergsteiger, sondern ein modernes Feriendorf mit 42 Wohnungen, Hallenbad, Weinbar, Spielräume und Betreuung für kleine und grosse Kinder. Reka, bekannt für preiswerte Ferienwohnungen, will Familien, Paare, Gruppen und Outdoor-Aktivisten gleichermassen ansprechen.

Hotspot für Bergsport

«Urban Outdoor» nennt Reka-Direktor Roger Seifritz seine neue Zielgruppe. «Es sind Menschen, die meist in der Stadt leben, die Freizeit aber aktiv in der Natur verbringen wollen.» 12,5 Millionen Franken investierte Reka in Neubauten und Renovationen am Rande von Zinal. In Zusammenarbeit mit dem Innenarchitekten Andrin Schweizer und dem Architekturbüro Jenzer + Partner ist eine Siedlung mit alpiner Atmosphäre, chic und ohne Kitsch entstanden.

Viel Holz, Stein und erdige Farben harmonieren mit der zwischen Viertausendern eingebetteten, hochalpinen Landschaft. In jedem Zimmer ist eine Wand mit einer topographischen Karte der Umgebung tapeziert. So bleibt trotz Raclette im Bauch und Weisswein im Geist immer klar, welche Herausforderungen draussen auf einen warten.

Tiefschneewochen im Winter, Klettern im Sommer

Hier kommt Partner Mammut ins Spiel. Das 150-jährige Schweizer Unternehmen steht für mehr als atmungsaktive Hosen und Jacken. Es gehört zu den führenden Ausrüstern im Bergsport und ist der erste Outdoor-Ausstatter mit einer eigenen Bergschule. 2015 übernahm Mammut die renommierte Bergschule Uri. In Zinal will die Mammut Alpine School einen Hotspot für den Bergsport schaffen.

«Tiefschneewochen und mehrtägige Schneeschuhwanderungen stehen im Winter auf dem Programm, während Wanderer und Kletterer im Sommer auf ihre Kosten kommen», sagt Mammut-Geschäftsführer Rolf G. Schmid. Fundierte Aus- und Weiterbildungen im Bergsport gehören zum Programm. Bereits heute unterhält Mammut im Skigebiet ein Übungsfeld für die Suche nach Lawinenverschütteten, in dem jeder sein lebensrettendes Können verbessern und trainieren kann.

Alternative zu Billigferien im Ausland

Erholungssuchende Familien und ambitionierte Sportler sollen sich im Reka-Dorf begegnen und von ihren Erlebnissen erzählen. «Wir sind überzeugt, so auch eine jüngere Generation für die Bergwelt zu begeistern», sagt Reka-Chef Seifritz. Auch preislich will er eine Alternative zu Billigferien im Ausland bieten. Eine Zweizimmerwohnung mit vier Betten und eigener Küche gibt es in Zinal für weniger als 600 Franken pro Woche.

Zinal:

Zuhinterst im Val d'Anniviers liegt Zinal, ein rustikales urgemütliches Walliserdorf auf 1670 Metern über Meer. Die Kaiserkrone, eine Anhäufung berühmter 4000er umrahmen den Talschluss des Val d'Anniviers. Weisshorn, Bishorn, Zinalrothorn, Obergabelhorn, Matterhorn und Dent Blanche gehören dazu. Das schneesichere Skigebiet umfasst neun Anlagen, die bis auf 2895 Metern führen und 70 Kilometer Pisten bieten. Zinal ist ein Mekka für Freerider, aber auch bei Schneeschuhläufern, Eisklettern und Gleitschirmfliegern beliebt. Über eine Luftseilbahn ist das Gebiet mit dem Nachbarskiort Grimentz verbunden.

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