Neuer Letzigrund bestand Feuertaufe
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Neuer Letzigrund bestand Feuertaufe

Das erste «Weltklasse Zürich»-Meeting im neuen Letzigrund brachte vor allem einen Sieger heraus: Das Stadion. Daneben brillierten Sanya Richards, Mayram Jamal und die Schweizer 4x100m-Staffel.

Das neue Letzigrund-Stadion, in dem 2008 drei EURO-Spiele ausgetragen werden, bestand seine Feuertaufe im Rahmen des Golden-League-Meetings Weltklasse Zürich mit Bravour. Trotz müden Athleten und kühlem Wetter gab es spannende Wettkämpfe.

Zwei Frauen stachen mit ihren Vorstellungen aus einer Fülle ansprechender Leistungen hervor: Sanya Richards, die bei den WM in Osaka die 400 m nicht hatte bestreiten können, lief in 49,36 Jahre- Weltbestzeit, und Blanka Vlasic (Kro) griff nach ihrem Hochsprungsieg mit 2,04 den Weltrekord auf 2,10 an - allerdings vergeblich.

Im Golden-League-Jackpot (1 Million Dollar) verbleiben nur noch Stabweltmeisterin Jelena Isinbajewa (Russ) und Sanya Richards. Hürdensprinterin Michelle Perry (USA) flog als Dritte aus diesem Rennen.

Insgesamt blieben sechs von elf angetretenen Weltmeistern von Osaka siegreich: Janeth Jepkosgei (Ken, 800 m), Maryam Jamal (Bah, 1500 m), Vlasic (Hoch), Isinbajewa (Stab), Bernard Lagat (USA, 3000 m) und die US-Staffel über 4x100 m. Die 4x100-m-Staffel von Trainer Lucio Di Tizio sorgte als Vierte in Saisonbestzeit von 39,24 für das beste Schweizer Resultat des Abends.

Das leichte und offene, 8 m unter das Bodenniveau gelegte Letzigrund-Stadion, eine «begehbare Skulptur, wie Architekt Eraldo Consolascio «sein» Werk bezeichnete, war vom Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber zu Beginn der Veranstaltung feierlich eingeweiht worden. Sportminister Samuel Schmid beschwor «den Geist des Letzigrunds», der im neuen Stadion fortleben soll.

Vielen Athleten war noch die Müdigkeit der erst fünf Tage zuvor in Japan zu Ende gegangenen WM anzumerken. Doppelweltmeister Tyson Gay verzichtete sogar kurzfristig noch auf den 100-m-Einzelstart, ebenso wie die Sprint-Medaillengewinner Derrick Atkins (Bah) und Wallace Spearmon (USA). Zahlreiche Neuerungen des Veranstalter sorgten für Information und kurze Weile. Ob sich das Konzept ohne Tempomacher durchhalten lässt, konnte noch nicht beantwortet werden.

Die Wettkämpfe im Detail

4x100 m Männer: Schweizer mit Saisonbestleistung

Eine überzeugende Vorstellung bot die Schweizer 4x100-m-Staffel. Andreas Baumann, Marc Schneeberger, Marco Cribari und Andreas Kundert stellten mit 39,24 eine nationale Saisonbestleistung (bisher 39,31) auf und verpassten den 19-jährigen Schweizer Rekord lediglich um fünf Hundertstel.

Als Vierte schlugen sie gar den WM-Dritten und Olympiasieger Grossbritannien (5.). Rang 1 belegte wie erwartet die USA, die in der gleichen Besetzung wie an der WM in Osaka antrat. Mit 38,40 blieb das Quartett um Superstar Tyson Gay um 62 Hundertstel über der Siegerzeit von Japan. Das dürfte die US-Boys angesichts des gewonnenen Preisgeldes von 50'000 Dollar allerdings kaum geärgert haben.

800 m Frauen: Kepkosgei noch überlegener als in Osaka

Noch überlegener als bei ihrem Frontrun an den WM in Osaka gestaltete die 24-jährige Kenianerin Janeth Jepkosgei den 800-m- Lauf von Zürich. Sie distanzierte die Spanierin Mayte Martinez auf der zweiten Runde deutlich und blieb mit 1:59,03 als Einzige unter 2 Minuten. Martinez hatte bei den WM Bronze hinter der in Zürich nicht startenden Marokkanerin Hasna Benhassi gewonnen. Zu Beginn der Saison, beim Goolden-League-Meeting von Oslo, hatte Martinez die Kenianerin Jepkosgei noch in Schach gehalten.

Jepkosgei peilt in diesem Jahr die 1:55 Minuten an, ihr Manager Federico Rosa hält sogar 1:54 für möglich. Beim kommenden Meeting in Rieti (It) läuft Jepkosgei wieder mit einer Schrittmacherin. Der Weltrekord stammt aus der hohen Zeit des Dopings: 1983 lief die Tschechoslowakin Jarmila Kratochvilova 1:53,28.

Hoch Frauen: Vlasic erneut mit Weltrekordangriff

Die Hochsprung-Überfliegerin des Jahres, die kroatische Weltmeisterin Blanka Vlasic, griff bereits zum fünften Mal in diesem Jahr den Weltrekord auf 2,10 m an - scheiterte aber deutlich. 2,04 hatte sie als einzige Konkurrentin übersprungen. Zweite wurde die Russin Jelena Slesarenko, die Golden-League- Siegerin von Oslo, mit 2,01. Alle übrigen Konkurrentinnen schafften diesmal die 2-m-Marke nicht.

Die 23-jährige Vlasic trägt den Vornamen Blanka, weil ihr Vater Josjo 1983 bei den Mittelmeerspielen in Casablanca den Zehnkampf gewonnen hatte.

100 m Hürden: Niederlage von Perry

Die amerikanische Weltmeisterin Michelle Perry kassierte über 100 m Hürden als Dritte eine überraschende Niederlage und muss damit ihre Jackpot-Träume begraben. Die ehemalige Siebenkämpferin, die sich erst seit 2005 hundertprozentig auf den Hürdensprint konzentriert, musste sich in 12,68 der einmal mehr einen Blitzstart erwischenden schwedischen Europameisterin Susanna Kallur (12,66) und der WM-Dritten Delloreen Ennis-London (Jam/12,68) geschlagen geben. Die von Bob Kersee, dem Ehemann von Siebenkampf- Weltrekordhalterin Jackie Joyner-Kersee betreute Perry verpasste damit den Hattrick in Zürich.

100 m Männer: Stars sagten kurzfristig ab

Das 100-m-Rennen der Männer hätte einer der Höhepunkte werden sollen. Doch der dreifache amerikanische Weltmeister Tyson Gay (100, 200, 4x100 m) startete wegen Müdigkeit sowie Problemen im linken Oberschenkel nur in der Staffel und der WM-Zweite Derrick Atkins von den Bahamas hatte ebenfalls kurzfristig Forfait erklärt. Da mit Asafa Powell (Jam), der eine zu hohe Startgage gefordert hatte, auch der dritte WM-Medaillengewinner fehlte, gab es keinen herausragenden Läufer - keiner der Teilnehmer war heuer unter zehn Sekunden geblieben.

Die Gunst der Stunde nutzte der portugiesische Olympia-Zweite und Europameister Francis Obikwelu, dessen Siegerzeit mit 10,17 allerdings sehr dürftig ausfiel. Dahinter ging es hauchdünn zu und her. Jaysuma Saidy Ndure (No), Marlon Devonish (Gb) und Olusoji Fasuba (Nig) auf den Plätzen 2 bis 4 realisierten mit 10,20 allesamt die gleiche Zeit.

3000 m Männer: Bernard Lagat band Afrikaner zurück

Doppel-Weltmeister Bernard Lagat (1500/5000 m) hielt im 3000-m- Rennen ohne Schrittmacher die afrikanische Gegnerschaft sicher in Schach. Der Amerikaner Lagat, der selber aus Afrika stammt und bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen über 1500 m noch Silber für Kenia gewonnen hatte, ging in 7:38,77 mit 1,3 Sekunden Vorsprung vor Edwin Soi (Ken) durchs Ziel. Moses Kipsiro (Uganda) belegte wie bei den WM letzte Woche in Osaka den 3. Rang

«Wenn du glücklich bist und ein gutes Gefühl hast», so Lagat, «dann spürst du die Müdigkeit nicht allzu sehr. Das war in Osaka der Fall und jetzt in Zürich, wo ich zum zweiten Mal gewinnen konnte. Das Stadion ist wunderbar, das Rennen ohne Pacemaker eine Herausforderung.»

Stab: Isinbajewa in extremis

Der Sieg der Stabhochsprung-Dominatorin Jelena Isinbajewa, die Wettquote betrug lediglich 1,05, hing an einem seidenen Faden. Die 25-jährige Russin, die seit dem 3. Rang an den Weltmeisterschaften 2003 in Paris sämtliche grosse Titel gewonnen hat, musste für einmal um den Sieg zittern. Nach je einem Fehlversuch über 4,75 und 4,80 durfte sich die im Februar zur «Weltsportlerin des Jahres» gekürte Isinbajewa keinen Abwurf mehr erlauben. Sie behielt jedoch die Nerven, übersprang 4,80 und blieb im Kampf um den Jackpot. Auf 4,93 m scheiterte sie in der Folge dreimal. Als Zweite klassierte sich die russische WM-Dritte Swetlana Feofanowa, die bis 4,75 ohne Fehlversuch blieb.

Bei der parallel ausgetragenen Männer-Konkurrenz setzte sich überraschend der Russe Igor Pawlow durch. Die dahinter folgenden Björn Otto (De) und Jewgeni Lukjanenko (Russ) erzielten ebenfalls je 5,75. Der amerikanische Weltmeister Brad Walker kam lediglich auf 5,65 und wurde Vierter.

1500 m Frauen: Souveräne Weltmeister Jamal

Maryam Yusuf Jamal (Bahrain), die in Lausanne lebende Ex- Äthiopierin, hat seit den WM in Osaka nichts von ihrer Laufstärke eingebüsst. Mit der gleichen Taktik wie in Japan siegte die Weltmeisterin im 1500-m-Lauf. Eingangs der Schlussrunde stiess sie an die Spitze vor und zog den Lauf die folgenden 400 m bis ins Ziel souverän durch.

Wie in Osaka wurde die Russin Jelena Sobolowa Zweite; die Jahres- Weltbeste hatte nach 900 m das Kommando übernommen, vermochte auf der Schlussrunde Jamal am ehesten zu folgen, hatte aber keine Chance, einen ernsthaften Angriff auf die «Westschweizerin» zu platzieren. Die 22-jährige Jamal, die früher Zenebech Tola hiess, feierte in der Golden League 2007 ihren zweiten Erfolg nach Oslo.

400 m Frauen: Demonstration von Richards

Wegen der einzigen Niederlage seit der WM 2005 in Helsinki hatte sich Sanya Richards an den US-Trials nicht für das 400-m-Rennen an den Welttitelkämpfen in Osaka qualifizieren können. Deshalb sprach sie im Vorfeld von «Weltklasse Zürich» davon, dass dies ihre zweite WM sei und sie nicht nur gewinnen, sondern auch eine gute Zeit erreichen wolle. Ihr Vorhaben setzte die gebürtige Jamaikanerin, die seit 2002 US-Bürgerin ist, perfekt in die Tat um. Mit 49,36 Sekunden verbesserte sie ihre eigene Jahresweltbestleistung um knapp zwei Zehntel.

Die 22-jährige Richards feierte damit bereits ihren dritten Sieg in Serie im Letzigrund, womit sie auch ihre Chancen auf eine Partizipation am Jackpot von einer Million Dollar wahrte. Dies ist umso höher einzustufen, als sie seit diesem Frühjahr an einer Immundefekt-Erkrankung leidet. «Ich habe mich sehr gut gefühlt. Es ist so schön, in diesem Stadion zu laufen», sagte der Schützling von Clyde Hart. Richards lief in einer eigenen Kategorie; sie verwies die Jamaikanerin Novlene Williams um 1,49 Sekunden auf Rang 2.

Die nigeriastämmige Britin Christine Ohuruogu, die in Osaka überraschend Weltmeisterin geworden war, verlor beinahe zwei Sekunden auf Richards und wurde Vierte. Ohuruogu hatte erst Anfang August ins Wettkampfgeschehen eingegriffen, nachdem sie eine einjährige Sperre wegen verpassten Doping-Kontrollen abgesessen hatte.

Drei Männer: Davis' Revanche, Martinez Siebter

Der beste Schweizer Stadionleichtathlet bei den WM in Osaka, Dreispringer Alexander Martinez, belegte mit nicht gerade überragenden 16,59 den 7. Rang des Zürcher Wettkampfs. «Ich bin nicht richtig zufrieden, aber auch nicht enttäuscht», sagte der WM- Achte vom LC Zürich. «Die Technik im Wettkampf umzusetzen, bereitet mir immer noch Mühe.»

Der WM-Dritte Walter Davis (USA) nahm mit ansprechenden 17,20 m WM-Revanche am portugiesischen Goldmedaillengewinner Nelson Evora, der gestern zwei Zentimeter weniger weit sprang. Aarik Wilson (USA) übertraf mit 17,11 ebenfalls noch die 17-m-Marke.

Speer Männer: Geglückte Revanche von Thorkildsen

Im Speerwerfen der Männer glückte dem norwegischen Olympiasieger und Europameister Andreas Thorkildsen die WM-Revanche. Der Silbermedaillengewinner überwarf mit seinem einzigen Versuch auf 89,51 m den finnischen Weltmeister Tero Pitkämäki um 2,07 m und verhinderte damit dessen dritten Sieg in Folge in Zürich.

Thorkildsen stammt aus einer Sportlerfamilie: Sein Vater war ebenfalls ein erstklassiger Speerwerfer und seine Mutter norwegische Meisterin im Hürdenlauf. Dritter wurde der amerikanische WM-Dritte und Jahresbeste Breaux Greer, der nach dem ersten Wurf auf 83,15 den Wettkampf aufgab.

Die Schweizer zeigten unterschiedliche Leistungen. Während sich der Horgener Felix Loretz (7.)gegenüber der WM um mehr als vier Meter auf 75,62 steigern konnte, blieb der Winterthurer Stefan Müller (8.) mit 70,52 erneut klar unter den Erwartungen.

110 m Hürden: WM-Revanche von Robles, Kundert stark

Der Schweizer Andreas Kundert, der an den WM in Osaka gut gekämpft, aber vorzeitig knapp ausgeschieden war, kam über 110 m Hürden mit 13,61 erneut bis auf zwei Hundertstel an seine Bestzeit heran. Und wurde in diesem hochklassigen Rennen trotzdem nur Neunter!

Der 20-jährige Kubaner Dayron Robles, der in Osaka als Vierter eine Enttäuschung erlebt hatte, siegte in guten 13,15 und nahm vor nicht weniger als sieben US-Hürdensprintern Revanche. In Abwesenheit des chinesischen Weltmeisters Liu Xiang wurde Terrence Trammell in 13,22 wie in Osaka Zweiter. WM-Bronzegewinner David Payne kam nur auf Rang 7. Robles siegte 2007 zum zweiten Mal in der Golden League.

200 m Männer: Die Revanche von Xavier Carter

Der bei den US-Trials im Frühsommer verletzt gewesene Sprinter Xavier Carter (daher nicht an den WM in Osaka dabei) nahm im 200-m- Rennen Revanche. In angesichts der kühlen Witterung guten 19,92 Sekunden enteilte er im Finish dem WM-Silbergewinner Usain Bolt (Jam, 20,19). Bolt hatte in Osaka sogar Doppelweltmeister Tyson Gay eingeheizt. Im Zürcher 200er fehlte nicht nur Gay, sondern auch der WM-Dritte Wallace Spearmon (USA), der sich kurzfristig zurückgezogen hatte.

Carter, der 2006 mit 19,63 sogar in die Nähe des legendären Weltrekords von Michael Johnson aus dem Jahr 1996 (19,32) gekommen war, ist in Zürich erstmals in diesem Jahr erstmals unter 20,20 gelaufen. «X-man» Carter spielte früher American Football; er ist wie Bolt erst 21 Jahre alt.

100 m Frauen: Arron packte die Überseerinnen

Frankreichs Europarekordlerin Christine Arron (33), die an den WM in Osaka als Sechste über 100 m keine bedeutende Rolle gespielt hatte, lief den WM-Medaillengewinnerinnen aus Übersee davon. In 11,17 besiegte sie Torri Edwards (USA, 11,22) und Carmelita Jeter (11,24) deutlich. In Abwesenheit von Weltmeisterin Veronica Campbell (Jam) musste sich die WM-Zweite Lauryn Williams (USA) mit 11,34 als Siebte zufrieden geben.

Die in Guadeloupe geborene Arron war schon vor neun Jahren Europameisterin gewesen und hatte 2005 WM-Bronze über 100 und 200 m gewonnen. In 4. Rennen der Golden League 2007 ist sie bereits die dritte Siegerin. «Ich bin glücklich, dass ich in Zürich zum zweiten Mal gewinnen konnte, und dies auf der neuen Bahn», sagte Arron.

1500 m Männer: Rehabilitation von Baala

Als einer der Topfavoriten war der französische Europameister Mehdi Baala an den Weltmeisterschaften in Osaka über 1500 m gestartet, doch wurde er wegen Rempelns disqualifiziert. In Zürich rehabilitierte er sich nun mit einem Sieg in 3:38,62 Minuten.

Rund 200 m vor dem Ziel überholte Baala den einen Alleingang versuchenden Kenianer Suleiman Simotwo und verteidigte die Führung bis ins Ziel souverän. Dennoch waren die ersten sechs innerhalb von einer Sekunde klassiert. Gar nicht auf Touren kam der amerikanische Jahresschnellste Alan Webb: Der Sieger des Golden-League-Meetings von Paris musste sich mit Rang 7 begnügen.

Zürich. Golden-League-Meeting «Weltklasse Zürich».

Männer,

100 m (RW 0,1 m/s, GL = Golden-League-Disziplin): 1. Francis Obikwelu (Por) 10,17. 2. Marlon Devonish (Gb) 10,20. 3. Jaysuma Saidy Ndure (No) 10,20. 4. Olusoji Fasuba (Nig) 10,20. 5. Leroy Dixon (USA) 10,23. 6. Marc Burns (Tri) 10,36. 7. Matic Osovnikar (Sln) 10,40. 8. Craig Pickering (Gb) 10,58.

Männer, 4x100 m: 1. USA (Patton, Spearmon, Gay, Dixon) 38,40. 2. Jamaica (Anderson, Thomas, Williams, Bolt) 38,82. 3. Deutschland (Bröning, Unger, Kosenkow, Helmke) 39,12. 4. Schweiz (Baumann, Schneeberger, Cribari, Kundert) 39,24 (SB). 5. Grossbritannien (Malcolm, Pickering, Devonish, Lewis-Francis) 39,30.

Männer, 3000 m: 1. Bernard Lagat (USA) 7:38,77. 2. Edwin Soi (Ken) 7:39,02. 3. Moses Kipsiro (Uganda) 7:39,69. 4. Joseph Ebuya (Ken) 7:41,05. 5. Mo Farah (Gb) 7:41,86. 6. Tariku Bekele (Äth) 7:42,35. 7. Thomas Longosiwa (Ken) 7:43,69. 8. Matt Tegenkamp (USA) 7:54,44.

110 m Hürden (GW 0,2 m/s): 1. Dayron Robles (Kuba) 13,15. 2. Terrence Trammell (USA) 13,22. 3. Allen Johnson (USA) 13,23. 4. Anwar Moore (USA) 13,24. 5. Ryan Wilson (USA) 13,33. 6. David Oliver (USA) 13,37. 7. David Payne (USA) 13,39. 8. Aries Merritt (USA) 13,42. 9. Andreas Kundert (Sz) 13,61.

Stab: 1. Igor Pawlow (Russ) 5,75. 2. Björn Otto (De) 5,75. 3 Jewgeni Lukjanenko (Russ) 5,75. 4. Brad Walker (USA) 5,65. 5. Tim Lobinger (De) 5,65. 6. Danny Ecker (De) 5,50. - Ohne gültigen Versuch: Jeff Hartwig (USA), Steven Hooker (Au).

Drei (GL): 1. Walter Davis (USA) 17,20. 2. Nelson Evora (Por) 17,18. 3. Aarik Wilson (USA) 17,11. 4. Jadel Gregorio (Br) 16,86. 5. Alexander Petrenko (Russ) 16,79. 6. Dimitri Valukevic (Slk) 16,60. 7. Alexander Martinez (Sz) 16,59. 8. Mykola Sawolainen (Ukr) 16,40.

Speer: 1. Andreas Thorkildsen (No) 89,51. 2. Tero Pitkämäki (Fi) 87,44. 3. Breaux Greer (USA) 83,15. 4. Magnus Arvidsson (Sd) 82,47. 5. Alexander Iwanow (Russ) 81,00. 6. Igor Janik (Pol) 80,09. 7. Wadim Wasilewskis (Lett) 78,20. 8. Felix Loretz (Sz) 75,62. 9. Stefan Müller (Sz) 70,52.

200 m (RW 0,2 m/s): 1. Xavier Carter (USA) 19,92. 2. Usain Bolt (Jam) 20,19. 3. Johan Wissman (Sd) 20,47. 4. J.J. Johnson (USA) 20,49. 5. Rodney Martin (USA) 20,53. 6. Marvin Anderson (Jam) 20,55. 7. Christopher Williams (Jam) 20,75. 8. Marcin Jedrusinski (Pol) 20,98.

1500 m (GL = Golden-League-Disziplin): 1. Mehdi Baala (Fr) 3:38,62. 2. Tarek Boukensa (Alg) 3:38,84. 3. Daniel Komen Kipchirchir (Ken) 3:38,96. 4. Antar Zerguelaine (Alg) 3:39,18. 5. Asbel Kiprob (Ken) 3:39,31. 6. Christian Obrist (It) 3:39,50. 7. Alan Webb (USA) 3:39,69. 8. Alex Kipchirchir (Ken) 3:39,84.

Frauen,

Stab (GL = Golden-League-Disziplin): 1. Jelena Isinbajewa (Russ) 4,80. 2. Swetlana Feofanowa (Russ) 4,75. 3. Julia Golubtschikowa (Russ) und Monika Pyrek (Pol) je 4,65. 5. Tatjana Polnowa (Russ) 4,65. 6. Katerina Badurova (Tsch) 4,55. 7. Fabiana Murer (Br) 4,55. 8. Vanessa Boslak (Fr) 4,40.

400 m (GL): 1. Sanya Richards (USA) 49,36 (JWB). 2. Novlene Williams (Jam) 50,85. 3. Amy Mbacke Thiam (Sen) 50,95. 4. Christine Ohuruogu (Gb) 51,32. 5. Ilona Ussowitsch (WRuss) 51,45. 6. Mary Wineberg (USA). 7. Natalja Antjuch (Russ) 51,94. 8. Joanne Cuddihy (Irl) 52,44.

800 m: 1. Janeth Jepkosgei (Ken) 1:59,03. 2. Mayte Martinez (Sp) 2:00,42. 3. Elisa Cusma (It) 2:00,50. 4. Brigita Langerholc (Sln) 2:00,70. 5. Diane Cummins (Ka) 2:00,90. 6. Olga Kotljarowa (Russ) 2:00,99. 7. Jemma Simpson (Gb) 2:01,17. 8. Swetlana Tscherkasowa (Russ) 2:01,43.

100 m Hürden (GW 0,2 m/s, GL = Golden-League-Disziplin): 1. Susanna Kallur (Sd) 12,66. 2. Delloreen Ennis-London (Jam) 12,68. 3. Michelle Perry (USA) 12,68. 4. Perdita Felicien (Ka) 12,71. 5. Lolo Jones (USA) 12,81. 6. Sally McLellan (Au) 12,86. 7. Angela Whyte (Ka) 12,89. 8. Josephine Onyia (Sp) 12,96.

Hoch (GL): 1. Blanka Vlasic (Kro) 2,04. 2. Jelena Slesarenko (Russ) 2,01. 3. Jekaterina Sawtschenko (Russ) 1,98. 4. Wita Palamar (Ukr), Ruth Beitia (Sp), Kajsa Bergqvist (Sd), Anna Tschitscherowa (Russ) und Antonietta Di Martino (It) je 1,90.

1500 m: 1. Maryam Yusuf Jamal (Bahrain) 4:06,32. 2. Jelena Sobolewa (Russ) 4:07,66. 3. Olga Jegorowa (Russ) 4:08,10. 4. Viola Kibiwot (Ken) 4:08,96. 5. Julia Fomenko (Russ) 4:09,97. 6. Shalane Flanagan (USA) 4:10,86. 7. Natalja Panteljewa (Russ) 4:11,37. 8. Daniela Jordanova (Bul) 4:11,86.

100 m (GW 0,1 m/s, GL): 1. Christine Arron (Fr) 11,17. 2. Torri Edwards (USA) 11,22. 3. Carmelita Jeter (USA) 11,24. 4. Kim Gevaert (Be) 11,26. 5. Tezzhan Naimova (Bul) 11,30. 6. Me'Lisa Barber (USA) 11,32. 7. Lauryn Williams (USA) 11,34. 8. Laura Turner (Gb) 11,59.

Nationale und B-Serien

Männer, 100 m . 1. Serie (windstill): 1. Rosario La Mastra (It) 10,50. - Disqualifiziert: Rolf Fongué (Sz), Fehlstart.

2. Serie (RW 1,1 m/s): Darvis Patton (USA) 10,22.

800 m: 1. David Rudisha (Ken) 1:45,51. - Ferner: 7. Christian Niederberger (Sz) 1:49,88. 8. Mario Bächtiger (Sz) 1:49,91.

Frauen, 200 m (RW 1,0 m/s): 1. Ivet Lalova (Bul) 23,41. - Ferner: 5. Michelle Cueni (Sz). 6. Valentine Arrieta (Sz) 24,33. 7. Fabienne Weyermann (Sz) 24,63.

100 m Hürden (RW 0,5 m/s): 1. Micol Cattaneo (It) 13,14. - Ferner: 4. Sabrina Altermatt (Sz) 13,67. 6. Linda Züblin (Sz) 13,74. 7. Claudine Müller (Sz) 13,87. 8. Simone Oberer (Sz) 14,00. 9. Sylvie Dufour (Sz) 14,07.

Stimmen zum Meeting

Alex Martinez (Sz), 7. im Dreisprung Männer mit 16,59: «Ich bin weder richtig zufrieden noch enttäuscht über meine Leistung. Ich bin in sehr guter körperlicher Verfassung, aber ich habe noch Mühe, die Technik im Wettkampf umzusetzen. Wegen des neuen Stadions war ich nicht sonderlich nervös. Für mich ist es ein Genuss, vor so vielen begeisterten Zuschauern zu springen.»

Francis Obikwelu (Por), Sieger 100 m Männer: «Dies war mein wichtigster Sieg in dieser Saison, und er gibt mir viel Selbstvertrauen für die nächsten Rennen nach der Enttäuschung in Osaka. Zürich ist das beste Meeting der Welt. Ich freue mich auf das nächste Jahr und die Olympischen Spiele in Peking.»

Xavier Carter (USA), Sieger 200 m in 19,92: «Ich bin nicht überrascht, dass ich hier gewonnen habe, denn ich habe während den Weltmeisterschaften sehr hart trainiert. Ich bin froh, zurück auf der Bahn zu sein. Ich hoffe, nächstes Jahr zurückzukehren und noch schneller zu sein.»

Christine Arron (Fr), Siegerin 100 m Frauen in 11,17: «Ich bin sehr glücklich, dass ich hier in Zürich zum 2. Mal gewonnen habe, nachdem ich in Osaka nicht reüssieren konnte. Es war nicht einfach, da alle Athleten von den Weltmeisterschaften sehr müde sind. Deswegen kann ich nicht sagen, ob die neue Bahn speziell schnell ist.»

Sanya Richards (USA), Siegerin 400 m in JWB 49,36: «Es ist fantastisch in diesem Stadion zu gewinnen. Die Fans waren unglaublich und ich bin glücklich, dass ich ihnen eine gute Show bieten konnte. Der Sieg war für die Moral sehr wichtig, da ich nach den vielen Rennen in Osaka schwere Beine hatte.»

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