Aktualisiert 05.04.2007 11:27

Neuer Präsident Tschetscheniens vereidigt

Ramsan Kadyrow ist am Donnerstag als Präsident Tschetscheniens vereidigt worden. Der 30-Jährige leistete den Amtseid auf die tschetschenische Verfassung in russischer Sprache ab.

Dabei schwor er, die Menschen- und Bürgerrechte zu beachten und für deren Einhaltung zu sorgen, für die multiethnische Bevölkerung Tschetscheniens einzutreten und dem Volk zu dienen. Die Zeremonie zur Amtseinführung fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in der Residenz des Präsidenten in Gudermes, etwa 30 Kilometer östlich der Hauptstadt Grosny, statt.

Unter den etwa tausend geladenen Gästen befanden sich neben dem Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Südkaukasus, Dimitri Kosak, auch die Präsidenten der russischen Nachbarrepubliken wie Nordossetien und Inguschetien.

Der Sohn des 2004 ermordeten pro-russischen Präsidenten Ahmad Kadyrow war nach dem Rücktritt von dessen Nachfolger Alu Alchanow bereits seit dem 15. Februar Übergangspräsident. Der vom Kreml unterstützte «starke Mann» Tschetscheniens ist für seine mächtigen Milizen gefürchtet, denen Entführungen und Folter nachgesagt werden.

Rebellen kämpfen in Tschetschenien seit Jahren für die Unabhängigkeit von Moskau. Dabei verüben sie Anschläge und liefern sich Gefechte mit den in der Kaukasusrepublik stationierten russischen Soldaten. Internationale Organisationen werfen den russischen Streitkräften Menschenrechtsverletzungen vor.

(sda)

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