Aktualisiert 30.05.2012 08:11

Angebot ausgebautNeuer SBB-Fahrplan lässt Ostschweiz jubeln

Die neuen Doppelstockzüge bringen mehr Sitzplätze bei den SBB. In der Romandie und der Ostschweiz darf man sich ab 2013 zudem über bessere Verbindungen freuen.

Ab dem 9. Dezember 2012 gilt der Fahrplan 2013 der SBB. Am Dienstag hat das Bahnunternehmen die wichtigsten Änderungen bekannt gemacht. Es baut vor allem in der Romandie und der Ostschweiz das Angebot aus. 74 neue Doppelstockzüge sorgen für mehr Sitzplätze.

Zwischen Zürich und Schaffhausen kommt der Halbstundentakt, neu mit stündlichem Halt in Zürich-Oerlikon. Zudem setzen die SBB auf dieser Strecke neue Doppelstockzüge des Typs Regio-Dosto ein. Insgesamt 74 solcher Züge hat das Bahnunternehmen beschafft.

Von mehr Sitzplätzen profitieren die Kundinnen und Kunden auch auf der Strecke zwischen St. Gallen und Chur: Hier verkehren die neuen Regio-Dosto-Züge ab Sommer 2013.

In der Romandie gibt es einen Halbstundentakt der RegioExpress-Züge Genf-Lausanne, alternierend bis nach Palézieux-Romont sowie Vevey. Zudem verkehren auch auf dieser Strecke Regio-Dosto-Züge; die ersten werden bereits ab 10. Juni 2012 eingesetzt.

In den Stosszeiten fahren zusätzliche Fernverkehrszüge zwischen dem Wallis und Genf. Dies bringt einen Fahrzeitgewinn von bis zu elf Minuten.

Neue TGV-Züge

Gestärkt wird auch der internationale Verkehr. TGV-Lyria, die gemeinsame Tochtergesellschaft des französischen Bahnunternehmens SNCF und der SBB, setzt auf den Strecken Lausanne-/Bern-/Genf-Paris neue TGV-Fahrzeuge des Typs POS ein.

Die Hochgeschwindigkeitszüge ersetzen die bisherigen, 25 Jahre alten TGV-Züge. Ein Teil dieses neuen Rollmaterials wird auch auf der Linie Genf-Paris eingesetzt.

Richtung Österreich wird das Railjet-Angebot ebenfalls weiter ausgebaut: Die fünf Zugpaare pro Tag werden auf sechs erhöht.

Dichterer Fahrplan im Regionalverkehr

Im Regionalverkehr sind mehrere Angebote noch in Bearbeitung. Ab Fahrplanwechsel sind aktuell folgende Änderungen geplant: Zwischen Winterthur und Zürich verkehren in der Hauptverkehrszeit am Morgen zwei zusätzliche Züge.

Auf der Strecke Baden-Otelfingen und umgekehrt verkehrt die S6 am Abend mit zwei zusätzlichen Verbindungen; das ergibt neu einen Halbstundentakt bis 22 Uhr.

Die neue Haltestelle «Steinhausen Rigiblick» der S9 wird in Betrieb genommen. Die Haltestelle Sihlbrugg der S21 wird jedoch aufgehoben. Zwischen Rotkreuz und Lenzburg verkehrt täglich ein zusätzlicher Zug mit Abfahrt in Rotkreuz um 23.52 Uhr.

Von Aarau nach Turgi verkehrt ein neuer Zug mit Abfahrt in Aarau um 15.58 Uhr. Auf der Strecke Olten-Solothurn verkehren durchgehend bis Langendorf neue FLIRT-Züge.

Auf den Strecken Luzern-Sursee und Luzern-Baar verkehren mehr Züge der S18 und der S1 in den Stosszeiten als Doppelkompositionen; die Reisenden profitieren von mehr Sitzplätzen. Auf der Strecke Olten-Wettingen verkehren neu Züge des Typs Regio-Dosto.

In der Westschweiz bietet RER Fribourg/Freiburg, eine Kooperation von SBB und TPF, neu einen integralen Stundentakt zwischen Bern und Bulle an.

Zur Konsultation im Internet

Neben den SBB-Zügen verkehren auch jene der anderen Bahnunternehmen sowie Seilbahnen, Schiffe und Autobusse ab dem 9. Dezember 2012 nach neuen Fahrplänen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat am Dienstag die Entwürfe dafür ins Internet gestellt. Sie sind einsehbar unter www.fahrplanentwurf.ch.

Interessierte können sich dazu bis am 15. Juni äussern. Mit einem vorbereiteten Online-Formular können Stellungnahmen direkt an die für den öffentlichen Verkehr zuständigen Stellen der Kantone gerichtet werden.

Diese würden die Eingaben prüfen und wenn möglich berücksichtigen oder als Planungsgrundlage für die kommenden Fahrplanjahre vormerken, verspricht das BAV.

Der Online-Fahrplan der SBB ist ab Ende Oktober 2012 verfügbar, das gedruckte Kursbuch kommt Ende November in den Verkauf. Der gesamte Kursbuchinhalt in elektronischer Form wird Mitte November auf www.fahrplanfelder.ch aufgeschaltet. (sda)

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