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GirunoNeuer SBB-Paradezug im Fahrgastraum zu lärmig

Die neuen Fernverkehrszüge der SBB, die via Gotthard-Basistunnel ins Tessin fahren, sind zu laut. Nun sind Verbesserungen geplant.

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dag
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Der Giruno (links) präsentiert sich im Zürcher Hauptbahnhof im November 2019.

Der Giruno (links) präsentiert sich im Zürcher Hauptbahnhof im November 2019.

Keystone/Walter Bieri
Lokführer Marcel Tonini im Giruno von Stadler Rail im Zürcher Hauptbahnhof im Mai 2019.

Lokführer Marcel Tonini im Giruno von Stadler Rail im Zürcher Hauptbahnhof im Mai 2019.

Keystone/Walter Bieri
Dieser Zug ist der erste internationale Fernverkehrszug der SBB mit Niederflureinstieg für Italien, die Schweiz und Deutschland.

Dieser Zug ist der erste internationale Fernverkehrszug der SBB mit Niederflureinstieg für Italien, die Schweiz und Deutschland.

Keystone/Walter Bieri

Neuer Ärger für die SBB: Die neuen Giruno-Triebzüge, die vom Norden der Schweiz durch den Gotthard-Basistunnel ins Tessin fahren, sollen mit einem hohen Fahrgeräuschpegel auffallen.

Das laute Fahrgeräusch sei bei Normalbetrieb im Innenraum der Züge zu hören und es sei um einiges lauter als etwa in den Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland, Frankreich oder Italien.

Stadler Rail hat Geräuschepegel verbessert

«Der Grund dafür könnte der Umstand sein, dass sich die Niederflureinstiege in der Wagenmitte befinden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zügen ist der Fahrgastraum also nicht immer von den Wagentüren durch eine weitere Innentür getrennt», schreibt die «Aargauer Zeitung».

Verbesserungen bei Neuentwicklungen immer möglich

Die SBB ist sich der Problematik bewusst. Bei ersten Tests im Jahr 2018 seien zum Teil ungenügende Werte bei hohen Geschwindigkeiten im Gotthardbasistunnel festgestellt worden. Darum habe die SBB beim Hersteller Stadler Rail Forderungen gestellt. Diese wurden überprüft und das Unternehmen mit Sitz in Bussnang (TG) habe den Geräuschepegel bereits nach unten verbessert. Das Geräuschniveau bei Reisegeschwindigkeit sei nun auf Niveau der anderen SBB-Zügen.

Rund drei Wochen, nachdem der Regelbetrieb aufgenommen wurde, zeige sich die SBB zufrieden mit den neuen Zügen, hielten aber fest, dass es bei einer kompletten Neuentwicklung immer etwas zu verbessern gebe.

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