«Warum tust du mir das an?»: Josip Drmic rappt mit Olivera Matijevic
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«Warum tust du mir das an?»Neuer Song mit «Kroatiens Kim Kardashian» – Josip Drmic rappt wieder

Bei Josip Drmic läuft es zurzeit wie geschmiert. Der Schweizer Stürmer avanciert bei HNK Rijeka zum torgefährlichsten Stürmer der kroatischen Liga und sorgt daneben mit einem neuen Song für Furore.

von
Florian Gnägi

«Warum tust du mir das an?» heisst der neue Song von Stürmerstar Josip Drmic.

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Darum gehts

  • Josip Drmic befindet sich vielleicht in der Form seines Lebens.

  • Bei HNK Rijeka schoss der 29-Jährige in der Vorrunde 14 Tore.

  • Trifft er weiter so konstant, könnte er die Rückkehr in die Schweizer Nati schaffen.

  • Neben dem Fussballplatz übt sich Drmic als Sänger und bringt nun seinen dritten Song heraus.

Als «kroatische Kim Kardashian» bezeichnen gewisse Medien aus dem Balkan Olivera Matijevic die Sängerin, die zusammen mit dem Schweizer Stürmer Josip Drmic einen neuen Song aufgenommen hat. Der Turbofolk-Track mit dem Titel «zasto mi to radis» (Warum tust du mir das an?) ist bereits das dritte Lied, das der langjährige Nati-Stürmer herausbringt (siehe Video oben). Zuvor rappte der Schweizer etwa bereits an der Seite der deutschen Rap-Stars Eko Fresh und Chekaa («No tomorrow»).

Drmic kündigte den Release des Songs mit Matijevic auf seinem Instagram-Account an und schrieb darunter auf Kroatisch, dass es sich bei dem Lied um eine autobiographische Botschaft handle. Der Autotune-Track handelt davon, wie ihm eine Frau den Kopf verdreht. «Du lockst mich tagsüber, du lockst mich nachts, du spielst mit meinem Kopf, nur deinen Körper will ich. Schwing deine Hüften, zeige alles, was du hast, lass heute Abend alles spielen, lass die Liebe dominieren», heisst es übersetzt.

«Wie viele wissen, bin ich jemand, der für alles offen ist, und gerade wenn es um Musik geht, sind da keine Grenzen gesetzt. Diesmal bin ich in einer ganz anderen Rolle, aber glücklich, ein Teil dieses Projekts zu sein!», so der Goalgetter stolz über seinen neuen Hit.

«Was für eine Autotune-Komödie»

Kollegen aus dem Fussball, wie etwa Nati-Verteidiger Nico Elvedi, likten den Post von Drmic, unter dem die Kommentare unterschiedlich ausfielen. Ein Rijeka-Fan schrieb in Anlehnung an Drmics Trefferquote: «Jetzt 14 weitere Tore und alles ist gut.» Ein anderer meinte: «Was für eine Autotune-Komödie, ich weiss nicht, wer ärmer ist: Das Lied hier oder ein Käfer und eine Trompete.»

Über musikalischen Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, unbestritten ist hingegen die famose Torbilanz von Drmic. Der 29-Jährige blüht seit seinem leihweisen Wechsel im vergangenen Februar von Norwich City in sein zweites Heimatland richtiggehend auf. Schoss er in der vergangenen Rückrunde noch sechs Tore in 16 Ligaspielen, sind es in der abgelaufenen Vorrunde der aktuellen Saison sogar ganze 14 Treffer in 17 Partien.

Damit führt er die Torschützenliste der kroatischen Liga an und lässt seinen Club vom zweiten Meistertitel der Vereinshistorie träumen. Nach 20 Spielen liegt Rijeka punktgleich mit NK Osijek und Serienmeister Dinamo Zagreb auf Rang drei der Tabelle und hat damit alle Chancen, sich erstmals seit 2017 wieder zum Champion Kroatiens zu krönen.

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Mit grossem Elan bei der Sache: Josip Drmic bringt seinen dritten Song raus. Dieses Mal mit einer kroatischen Sängerin.

Mit grossem Elan bei der Sache: Josip Drmic bringt seinen dritten Song raus. Dieses Mal mit einer kroatischen Sängerin.

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«Lass die Liebe dominieren» heisst es in einer Passage des Liedes von Josip Drmic & Olivera Matijević.

«Lass die Liebe dominieren» heisst es in einer Passage des Liedes von Josip Drmic & Olivera Matijević.

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Bei seinem Club läuft es für Drmic derweil herausragend. Für HNK Rijeka schoss er in der Hinrunde 14 Treffer in der Liga.

Bei seinem Club läuft es für Drmic derweil herausragend. Für HNK Rijeka schoss er in der Hinrunde 14 Treffer in der Liga.

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Letztmals 2019 bei der Nati mit dabei

Performt Drmic 2022 ähnlich stark wie in den letzten Monaten, könnte sich für den früheren FCZ-ler vielleicht sogar der Traum von der Rückkehr ins Nationalteam erfüllen. Am 12.10.2019 zog sich Drmic bei der 0:1-Niederlage in der EM-Qualifikation gegen Dänemark letztmals das rotweisse Shirt über. Seither wurde er weder von Vladimir Petkovic noch von dessen Nachfolger Murat Yakin für die Nati aufgeboten.

Dass Drmic unter Yakin nicht die erste Wahl im Sturmzentrum ist, zeigt der Fakt, dass er trotz den verletzungsbedingten Absenzen von Haris Seferovic und Breel Embolo im Herbst kein Aufgebot erhielt. Cedric Itten, Mario Gavranovic, Noah Okafor, Andi Zeqiri und Albian Ajeti wurden dem Rijeka-Söldner zuletzt vorgezogen. Doch wer weiss, vielleicht erobert Drmic ja nicht nur die Musik-Charts, sondern auch die Gunst des Nati-Trainers und schafft doch noch den Sprung in den WM-Kader.

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