Dietikon ZH : Neuer Stadtpräsident kritisiert Aargauer
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Dietikon ZH Neuer Stadtpräsident kritisiert Aargauer

Laut dem neuen Dietiker Stapi Roger Bachmann (SVP) parkieren zu viele Aargauer in der Stadt. Um sie zu vergraulen, hat er Ideen, die man eher von Linken erwartet.

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som
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Roger Bachmann (SVP) vor der Bremgarten-Dietikon-Bahn am 13. August 2018.

Roger Bachmann (SVP) vor der Bremgarten-Dietikon-Bahn am 13. August 2018.

Doris Fanconi/Tages-Anzeiger
Zur Bahn habe man in der Stadt ein gespaltenes Verhältnis, da sie vor allem Aargauer nach Zürich bringe.

Zur Bahn habe man in der Stadt ein gespaltenes Verhältnis, da sie vor allem Aargauer nach Zürich bringe.

Keystone/Martin Ruetschi
Ebenfalls stehen laut dem 47-Jährigen auf dem Park and Rail der SBB beim Bahnhof vor allem Autos mit den Kennzeichen AG.

Ebenfalls stehen laut dem 47-Jährigen auf dem Park and Rail der SBB beim Bahnhof vor allem Autos mit den Kennzeichen AG.

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An seinem ersten Arbeitstag zog der neue Stadtpräsident von Dietikon gleich als Erstes über seine Kantonsnachbarn her. Roger Bachmann (SVP) erklärte am Montag, man habe in der Stadt ein gespaltenes Verhältnis zur Bremgarten-Dietikon-Bahn, da diese vor allem Aargauer nach Zürich bringe.

Ebenfalls stehen laut dem 47-Jährigen auf dem Park and Rail der SBB beim Bahnhof vor allem Autos mit dem Kennzeichen AG. Dort könnten sie zum 24-Stunden-Tarif von 8 Franken im Vergleich zur Stadt Zürich günstig parkieren.

Doch das nütze dem Dietiker Gewerbe nichts, wie Bachmann gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagt. Denn diese Aargauer pendelten dann mit der S-Bahn nach Zürich. Und einkaufen würden sie und auch die Zürcher nicht im Zentrum von Dietikon, sondern direkt ennet der Kantonsgrenze – im aargauischen Spreitenbach.

Aargauer von den Parkplätzen vergraulen

Bachmann betont gegenüber der Zeitung aber auch, dass für ihn die Aargauer keine «fremden Fötzel» sind. Er arbeite mit den Aargauer Nachbargemeinden Bergdietikon und Spreitenbach ausgezeichnet zusammen. Dass Dietikon am Verkehr und den grossen Pendlerströmen bisweilen fast ersticke, sei «kein Zürich-Aargau-Problem», sondern habe mit Wachstum und Mobilität zu tun. Zurzeit engagiert sich Bachmann für die grenzüberschreitende Limmattalbahn.

Trotzdem: Wenn es um die von Aargauern gefluteten Park-and-Rail-Plätze geht, äussert Bachmann Ideen, die man eher von linken Politikern erwarten würde: Autofahrer vergraulen, Parkplatzgebühren erhöhen. Das Parkieren direkt am Bahnhof sei zu billig und zu einfach.

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