Neuer TGV so gut wie ausgebucht
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Neuer TGV so gut wie ausgebucht

Der seit knapp zwei Wochen verkehrende französische Hochgeschwindigkeitszug TGV zwischen Paris und Strassburg muss einen Massenansturm bewältigen.

In den ersten zehn Tagen des Betriebs seien die zwischen Paris, Nancy und Strassburg verkehrenden Züge «fast zu 100 Prozent ausgebucht», bestätigte ein Sprecher der französischen Eisenbahn SNCF am Freitag in Strassburg. 360 000 Fahrgäste innerhalb von zehn Tagen «haben wir noch nie erlebt», sagte er.

Auch in der Schweiz sei die Nachfrage nach TGV-Tickets «erfreulich hoch», erklärte SBB-Sprecher Roland Binz auf Anfrage. Bis Freitag habe man für die neue schnelle Verbindung Zürich/Basel- Paris 110 000 Fahrten verkauft. Die neue Linie bringt eine um 90 Minuten kürzere Fahrzeit.

Spitzentage seien jeweils Freitag und Montag, «weil die Kunden häufig mit dem Zug für ein verlängertes Wochenende nach Paris fahren», erklärte Binz. Dank der vier täglichen Verbindungen pro Tag (ab Basel) gebe es aber immer auch noch freie Plätze, um aus der Schweiz nach Paris zu reisen.

Der Ansturm auf TGV-Tickets hat auch Schattenseiten: Vertreter der Eisenbahnergewerkschaft in Nancy kritisierten, es gebe lange Warteschlangen an den Bahnhöfen. Fahrgäste hätten in Hotels übernachten müssen, weil sie keinen Platz für die Rückfahrt nach Paris bekommen hätten.

Die SNCF, die von dem durchschlagenden Erfolg der TGV-Verbindung nach eigenen Angaben überrascht wurde, will ab Ende August zwei zusätzliche Verbindungen zwischen Paris, Metz und Nancy einrichten.

(sda)

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