Aktualisiert 26.05.2011 08:13

Urbane Landwirtschaft

Neuer Trend erreicht Basel

Was in Berlin oder New York gang und gäbe ist, erreicht nun auch Basel: Immer mehr entdecken ihre Lust, selber etwas anzupflanzen. Am Wochenende starten nun gleich zwei neue Projekte.

von
Jonas Hoskyn
In der Stadt selbst anpflanzen: Klaus Bernhard füllt die Mini-Gärten mit Erde. (hys)

In der Stadt selbst anpflanzen: Klaus Bernhard füllt die Mini-Gärten mit Erde. (hys)

«Wir wollen zeigen, dass man sein Essen auch mitten in der Stadt anpflanzen kann», so Klaus Bernhard. «Es ist erstaunlich, wie viel man schon mit nur einem Quadratmeter Garten machen kann.» Denn genau so gross sind die 30 Mini-Gärten, die ab diesem Wochenende auf dem Erlenmatt-Areal für Anwohner zur Verfügung stehen. Die so genannten pERLENgärten – konstruiert aus Paletten – gingen weg wie warme Semmeln. Am Wochenende werden sie nun bepflanzt, im Sommer soll das Areal noch zusätzlich belebt werden. So plant die Carambolage etwa eine Bar bei den Gärten.

Erst vor knapp einem Jahr gründete Bernhard zusammen mit einer Handvoll Angefressener das Urban AgriCulture-Netz Basel. Mittlerweile zählt der Verein rund 100 Mitglieder und hat bisher 20 Projekte verwirklicht: Von der Honigzucht auf dem Hausdach über Einkaufswagen, die zu fahrbaren Pflanzkästen umfunktioniert werden, bis hin zur Kompostberatung – immer getreu dem Motto: «Urban Food for Urban People». Neben den pERLENgärten startet dieses Wochenende noch ein weiteres Projekt: Auf dem Landhof wird am Sonntagnachmittag ein 1100 Quadratmeter grosser Gemeinschaftsgarten für die Anwohner bepflanzt.

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