15.01.2020 09:26

Regensdorf ZH Neuer Versuch mit Grundeinkommen geplant

Das Experiment mit dem bedingungslosen Grundeinkommen in Rheinau war gescheitert. Ein Regensdorfer fordert nun einen neuen Versuch.

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Ein Regensdorfer fordert einen neuen Versuch mit bedingungslosem Grundeinkommen.

Ein Regensdorfer fordert einen neuen Versuch mit bedingungslosem Grundeinkommen.

Alessandro Crinari
Der Regensdorfer hat im Kantonsrat eine Einzelinitiative eingereicht. Diese fordert einen wissenschaftlich begleiteten Modellversuch.

Der Regensdorfer hat im Kantonsrat eine Einzelinitiative eingereicht. Diese fordert einen wissenschaftlich begleiteten Modellversuch.

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Im Jahr 2018 wollte die Gemeinde Rheinau einen Versuch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wagen.

Im Jahr 2018 wollte die Gemeinde Rheinau einen Versuch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wagen.

Keystone/AP

Nachdem der Versuch für ein bedingungsloses Grundeinkommen in Rheinau wegen Geldmangels gescheitert ist, startet ein Bürger aus Regensdorf einen neuen Versuch: Er hat im Kantonsrat eine Einzelinitiative eingereicht. Diese fordert einen wissenschaftlich begleiteten Modellversuch.

Im Jahr 2018 wollte die Gemeinde Rheinau einen Versuch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen wagen. Mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner war bereit, daran teilzunehmen. Das Dorf-Experiment scheiterte dann aber am Geld: Statt der notwendigen 6 Millionen kamen magere 150'000 Franken zusammen.

Auch auf nationaler Ebene war die Idee eines Grundeinkommens bisher nicht erfolgreich. 2016 fiel die Initiative für ein staatlich garantiertes Grundeinkommen mit fast 77 Prozent Nein-Stimmen durch.

Neuer Anlauf

Nun will ein Bürger aus Regensdorf einen neuen Anlauf wagen. Er reichte eine Einzelinitiative ein, welche einen «wissenschaftlich begleiteten Modellversuch» fordert, der die Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens auf Bürger, Staat und Wirtschaft analysieren solle.

Heute könne kaum jemand die Chancen und Risiken seriös beurteilen. Ein Modellversuch mit repräsentativer Beteiligung aus allen Bevölkerungsgruppen und sozialen Schichten würde eine faktenbasierte Klarheit schaffen, begründet der Bürger seinen Vorstoss. Der Kanton Zürich verfüge über optimale Voraussetzung für ein solches Feldforschungsprojekt.

Der Kantonsrat wird in einer der kommenden Sitzungen über den Vorstoss debattieren. (sda)

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