Veraltete Technik: Neuer Wasserwerfer gegen Demonstranten
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Veraltete TechnikNeuer Wasserwerfer gegen Demonstranten

Das Modell aus den 1960er-Jahren ist veraltet: Die Berner Kantonspolizei hält deshalb nach einem neuen Wasserwerfer Ausschau. Das bringt auch Reitschüler auf den Plan.

von
miw
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Die Berner Polizei verfügt über zwei Wasserwerfer. Der ältere der beiden, der aus den 60er-Jahren stammt, soll durch ein moderneres Modell ersetzt werden.

Die Berner Polizei verfügt über zwei Wasserwerfer. Der ältere der beiden, der aus den 60er-Jahren stammt, soll durch ein moderneres Modell ersetzt werden.

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Das etwas neuere Modell ist seit bald 20 Jahren im Einsatz. Es wurde damals auf Basis eines Feuerwehrautos aufgebaut und stammt auch von der Vogt AG in Oberdiessbach. Diese sollen jetzt einen weiteren Wasserwerfer für die Kapo Bern bauen.

Das etwas neuere Modell ist seit bald 20 Jahren im Einsatz. Es wurde damals auf Basis eines Feuerwehrautos aufgebaut und stammt auch von der Vogt AG in Oberdiessbach. Diese sollen jetzt einen weiteren Wasserwerfer für die Kapo Bern bauen.

Keystone/Peter Klaunzer

Die Kantonspolizei Bern rüstet auf: Um besser gegen Demonstranten gewappnet zu sein, will sich die Polizei einen neuen Wasserwerfer kaufen. Wie «Der Bund» berichtet, soll das neue Fahrzeug einen der beiden Wasserwerfer ersetzen, über die die Kantonspolizei derzeit verfügt. Dieser stammt aus den 1960er-Jahren und funktioniert nur, wenn er stillsteht. «Das Modell entspricht nicht mehr den Anforderungen», sagt Polizeisprecherin Regina Aeberli auf Anfrage.

Umgebautes Feuerwehrauto

Das neue Fahrzeug, nach dem die Polizei nun Ausschau hält, soll auf dem neusten Stand sein: Neue Wasserwerfer haben etwa ein Wassertankvolumen von 10'000 Litern, die mit einem Druck von bis zu 10 Bar bis zu 65 Meter weit auf Demonstranten gespritzt werden können. Zum alten Fahrzeug auf Mercedes-Basis macht die Kantonspolizei keine technischen Angaben, da sich dieses offiziell noch im Einsatz befindet.

Der aktuelle Marktpreis für einen Wasserwerfer beträgt derzeit rund eine Million Franken. Zum Anschaffungspreis will die Kapo aber keine Angaben machen. Sprecherin Aeberli sagt lediglich: «Wir werden das wirtschaftlich günstigste Angebot berücksichtigen, das den Kriterien in der Ausschreibung entspricht.»

Verletzungen durch Wasserwerfer

Nebst dem neuen Einsatzfahrzeug will die Polizei ihren zweiten Wasserwerfer weiterhin in Betrieb halten: Dieser wurde vor 19 Jahren auf dem Fahrwerk eines alten Feuerwehrautos aufgebaut.

Wasserwerfer sind nicht unumstritten: Immer wieder kommt es durch ihren Einsatz zu schweren Verletzungen. Auch für die hiesigen Polizisten droht Gefahr: wenn der Wasserstrahl unter Strom stehende Berner Tramleitungen trifft.

Reitschule nimmt Stellung

Auch bei der Reitschule in Bern hat man Wind von den Anschaffungsplänen der Kantonspolizei bekommen. Auf Facebook nehmen die Reitschüler mit einem Augenzwinkern Stellung dazu: Die Reitschule wolle «den alten putzigen» Wasserwerfer übernehmen, «um damit den Vorplatz effektiver putzen zu können», heisst es dort. Zum ironischen Schlenker will sich die Kapo nicht äussern. Aeberli: «Was mit dem alten Fahrzeug passiert, ist derzeit noch offen.»

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