Aktualisiert 06.02.2019 11:04

St. Gallen

Neuer Zug fuhr mit Loch im Boden nach Appenzell

In einem neuen Zug der Appenzeller Bahnen konnten Pendler auf den Boden schauen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Züge Probleme machen.

von
ehs

«Tango» heissen die neuen Züge der Appenzeller Bahnen. Doch anders als bei einem Tanz hätte ein Fehltritt in einem der neuen Züge am Donnerstagabend fatale Folgen gehabt. Mitten im Zug, im Übergang zwischen zwei Wagen, klaffte ein Loch, durch das Pendler auf den Boden blicken konnten.

Ein Leser hat die Fahrt gefilmt. Die Züge seien neu und hätten bereits jetzt grössere Ausfälle, Verspätungen und diverse kleine Defekte, sagt er. Doch das sei kein kleiner Schaden gewesen: «Das ist eher lebensgefährlich», so der Leser. Tatsächlich hätte ein Fehltritt während der Fahrt böse enden können. Es habe durch das Loch hereingeschneit. Die Pendler seien schockiert und verärgert gewesen.

Schutzblech fiel ab

Die Appenzeller Bahnen bestätigen den Vorfall. «Dieser Defekt ist auf der Fahrt zwischen Trogen, St. Gallen und Appenzell passiert», sagt Sprecherin Sabrina Huber. Ein auf dem Trasse liegender Gegenstand habe das Schutzblech beim Wagenübergang abgerissen. «Der Schaden wurde durch einen Mitarbeiter bemerkt und das Fahrzeug anschliessend aus dem Verkehr genommen.»

Es ist nicht das erste Mal, dass die vor drei Monaten in Betrieb genommenen Stadler-Züge für Negativ-Schlagzeilen gesorgt haben. So mussten vier von sieben Zügen bereits nach zwei Wochen in die Reparatur, weil der Verschleiss an den Rädern höher war als erwartet. Zudem beschwerten sich Anwohner über den Lärm, den die neuen Züge verursachen.

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