Aktualisiert 20.05.2007 10:16

Neuerlicher Anschlag in Afghanistan

Einen Tag nach dem Anschlag auf eine Patrouille der deutschen Truppen im Norden Afghanistans sollte offenbar heute im Osten des Landes eine US-Einheit Ziel eines Angriffs werden. Opfer des Anschlags wurden 14 Zivilisten.

In der Stadt Gardes zündete ein Selbstmordattentäter seinen Sprengsatz, kurz nachdem eine US-Patrouille vorbeigefahren war, wie Augenzeugen berichteten. Mindestens 14 Menschen wurden dabei getötet und 31 verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Sechs der Opfer waren nach Angaben von Ärzten sofort tot, weitere acht erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ein NATO-Sprecher bestätigte den Angriff und erklärte, es habe offenbar Verletzte unter den Soldaten gegeben.

Der Anschlag ereignete sich auf einem belebten Markt. Die Explosion zerstörte dort auch rund 30 Geschäfte, wie der stellvertretende Provinzpolizeichef Ghulam Dastagir erklärte. Mindestens sieben Verletzte seien in einem kritischen Zustand, hiess es.

Erst tags zuvor waren bei einem ähnlichen Anschlag auf Bundeswehrsoldaten in der nordafghanischen Stadt Kundus insgesamt zehn Menschen getötet worden, darunter drei deutsche Soldaten. (dapd)

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