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Neues Angebot von Juschtschenko im Gasstreit

An einer Krisensitzung wenige Stunden vor Ablauf des russischen Ultimatums, erklärte sich der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko bereit, über den Gaspreis zu verhandeln. Moskau hat noch nicht darauf reagiert.

Die Ukraine sei bereit, «über eine Preisbildung für russisches Gas nach europäischer Formel» zu sprechen, sagte Juschtschenko am Samstag auf einer Krisensitzung der ukrainischen Regierung in Kiew. Nähere Angaben machte Juschtschenko nicht, wie die Agentur Itar- Tass meldete.

In Moskau war am Samstag, einem russischen Feiertag, keine Verhandlungsbereitschaft zu erkennen. Juschtschenko hatte am Freitag die russische Seite gebeten, keinen Entscheid vor dem 10. Januar zu treffen.

Der vom Kreml kontrollierte Gasförderer Gasprom lehnte den Vorschlag ab und bekräftigte sein Absicht, die Gaslieferungen für die Ukraine am Neujahrsmorgen um 10.00 Uhr Moskauer Zeit (8.00 Uhr MEZ) zu stoppen. Gasprom fordert von der Ukraine eine Zustimmung zu einer Preiserhöhung um fast das Fünffache auf Weltmarktniveau.

Gasprom-Mitarbeiter trafen letzte Vorbereitungen für eine Drosselung der Gasexporte für die Transitleitung durch die Ukraine. Nach Angaben des Konzerns soll ab 1. Januar nur noch soviel Gas durch die «Sojus»-Pipeline gepumpt werden, wie die westlichen Abnehmer bestellt haben. (sda)

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