15.01.2019 07:18

MenglaNeues Ebola-artiges Virus beunruhigt Experten

Forscher haben in Flughunden einen Erreger entdeckt, der den gefährlichen Marburg- und Ebola-Viren ähnelt. Er könnte für den Menschen gefährlich werden.

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Bei der bisher schwersten Ebola-Epidemie, die zwischen 2014 und 2016 in mehreren westafrikanischen Ländern grassierte, starben über 11'000 Menschen.

Bei der bisher schwersten Ebola-Epidemie, die zwischen 2014 und 2016 in mehreren westafrikanischen Ländern grassierte, starben über 11'000 Menschen.

Keystone/AP/Ahmed Jallanzo
Verantwortlich dafür war das Ebola-Virus, das ... (Im Bild: elektronenmikroskopische Darstellung des Ebola-Virus)

Verantwortlich dafür war das Ebola-Virus, das ... (Im Bild: elektronenmikroskopische Darstellung des Ebola-Virus)

Wikimedia Commons/CDC/PD
... wie das Marburg-Virus beim Menschen Hämorrhagisches Fieber auslösen und zum Tod führen kann. (Im Bild: elektronenmikroskopische Darstellung des Marburg-Virus)

... wie das Marburg-Virus beim Menschen Hämorrhagisches Fieber auslösen und zum Tod führen kann. (Im Bild: elektronenmikroskopische Darstellung des Marburg-Virus)

Wikimedia Commons/CDC/PD

Marburg- und Ebolaviren verbreiten Angst und Schrecken. Dies, weil sie beim Menschen hämorrhagisches Fieber auslösen können, das häufig tödlich endet. Die beiden Erregertypen gehören zur Familie der Filoviren – genauso wie das Virus, das asiatische Forscher in China entdeckt haben.

Identifiziert hatte das Team um Linfa Wang von der Duke-NUS Medical School in Singapur den bislang unbekannten Erreger in der Leber eines Rosettenflughundes in der südwestchinesischen Provinz Yunnan. Flughunde und Fledermäuse gelten als Hauptverdächtige für die Übertragung von Ebola-Viren auf den Menschen – ohne selbst krank zu werden.

Gefahr für den Menschen unbekannt

Der Erreger, den die Forscher Mengla tauften, nutze dasselbe Rezeptorprotein, das auch Marburg- und Ebolaviren nutzten. Jedoch unterscheide es sich genetisch von diesen, so Wang und ihre Kollegen im Fachjournal «Nature Microbiology». Es sei im Stammbaum zwischen den beiden anzuordnen.

Ob das Mengla-Virus ähnlich gefährlich für den Menschen ist wie seine nahen Verwandten, ist derzeit noch offen. Sicher ist nur, dass es den Wissenschaftlern gelungen ist, im Labor unter anderem Zellen von Affen, Hamstern, Hunden und Menschen mit ihm zu infizieren.

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