«Wichtiges Signal»: Neues LGBTI-Label für Schweizer Firmen lanciert
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«Wichtiges Signal»Neues LGBTI-Label für Schweizer Firmen lanciert

Sieben Unternehmen erhielten am Dienstag erstmals das Swiss
LGBTI-Label. Die Auszeichnung soll künftig als Gradmesser einer offenen Arbeitskultur dienen.

von
rab
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Am Dienstag erhielten sieben Schweizer Unternehmen erstmals das Swiss LGBTI-Label.

Am Dienstag erhielten sieben Schweizer Unternehmen erstmals das Swiss LGBTI-Label.

«Sie beweisen damit, dass sie eine Kultur der Offenheit, Inklusion und Wertschätzung gegenüber ihren LGBTI-Mitarbeitenden leben», so die Initianten.

«Sie beweisen damit, dass sie eine Kultur der Offenheit, Inklusion und Wertschätzung gegenüber ihren LGBTI-Mitarbeitenden leben», so die Initianten.

Mario Ruiz
Die Verleihung des LGBTI-Labes sei «ein wichtiges gesellschaftliches Signal».

Die Verleihung des LGBTI-Labes sei «ein wichtiges gesellschaftliches Signal».

Rodrigo Sura

Ein neues Label unterstützt Unternehmen und Organisationen bei der Integration von LGBTI-Mitarbeitenden und wurde am Dienstagabend erstmals im Rahmen einer Feier an sieben Unternehmen und Organisationen übergeben. «Sie beweisen damit, dass sie eine Kultur der Offenheit, Inklusion und Wertschätzung gegenüber ihren LGBTI-Mitarbeitenden leben», schreiben die Initianten in einer Medienmitteilung. Die Verleihung des LGBTI-Labes sei «ein wichtiges gesellschaftliches Signal».

Nebst den Initianten des Labels – den Berufsnetzwerken Network und WyberNet – waren auch weitere LGBTI-Dachorganisationen wie Pink Cross, LOS, Regenbogenfamilien und TGNS sowie Stadtrat André Odermatt und weitere Wirtschaftsvertreter an der Feier anwesend.

Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung

Das neue Label soll als Gradmesser «einer offenen Arbeitskultur»

dienen. Wie wichtig das ist, zeige eine Befragung von LGBTI-Arbeitnehmenden über deren Befinden am Arbeitsplatz durch Lorena Parini, Leiterin des Instituts für Gender Studies der Universität Genf, aus dem Jahr 2015. Sie stellte dabei fest, dass 70 Prozent der Befragten bereits mit Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu kämpfen hatten.

Gemäss einer weiteren Studie namens «Diversity Management in der Schweiz 2017» von Prof. Dr. Andrea Gurtner (Berner

Fachhochschule) sollen zwischen dem Grad der Offenheit der Unternehmenskultur und der empfundenen Unterstützung durch

das Top-Management positive Zusammenhänge bestehen und die Arbeitszufriedenheit und die Verbundenheit mit

dem Unternehmen zum Guten beeinflussen.

Wie kommt man an das Label heran?

Ein Online-Selbsttest ermöglicht eine erste Einschätzung. Basierend auf der Auswertung des Fragebogens und der Überprüfung der eingereichten Dokumente wird gemäss den Initianten schliesslich ein Bericht erstellt, der auch die Grundlage für den Entscheid zur Vergabe des Labels ist.

Unter den bisher ausgezeichneten Firmen sind sowohl KMUs als auch Grossbanken wie zum Beispiel die Credit Suisse oder die Zürcher Kantonalbank.

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