Spreitenbach: Neues Multiplex mischt Kinos in der Agglo auf
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SpreitenbachNeues Multiplex mischt Kinos in der Agglo auf

Pathé plant neben dem Tivoli in Spreitenbach AG ein neues Multiplex-Kino mit zehn Sälen. Die Gemeinde freuts – die etablierte Konkurrenz in der Region weniger.

von
wed/rom
Auf dieser Wiese unweit des Shoppi Tivoli sollen ab 2018 in zehn Sälen Filme über die Leinwände laufen.

Auf dieser Wiese unweit des Shoppi Tivoli sollen ab 2018 in zehn Sälen Filme über die Leinwände laufen.

Neue Kinosäle in der Region Zürich boomen: Nach dem Houdini im Kreis 4 mit fünf neuen Sälen und der Arena Sihlcity mit bald 18 statt 10 Sälen sollen in Spreitenbach bis 2018 nochmals zehn neue Säle mit total 1700 Sitzplätzen hinzukommen. «Der Standort ist bewusst gewählt, denn im Westen von Zürich fehlt ein Multiplex», sagt Brian Jones von Pathé Schweiz AG. Das Unternehmen – Marktführer in der Schweiz – betreibt bereits Multiplexe in Dietlikon ZH, Westside Bern, Küchlin Basel, Lausanne und Genf. Ein weiteres ist in Ebikon LU geplant.

Zu stehen käme das Gebäude auf einer Wiese gegenüber dem Einkaufszentrum Tivoli und der Ikea. Gemäss Jones sind «ganz bestimmt» auch Restaurants und Parkplätze vorgesehen. Zudem hofft man auf die projektierte Limmattalbahn, die gegenüber halten würde. Der grösste Saal soll gar das erste Imax-Kino der Region werden und als Multifunktionsraum zudem der Gemeinde für Veranstaltungen dienen.

Baugesuch noch nicht eingereicht

Die Gemeinde freut sich entsprechend über den geplanten Bau: «Das ist eine Aufwertung des Standorts Spreitenbach», sagt Gemeindeschreiber Jürg Müller. «Ein Baugesuch ist noch nicht eingegangen, wir erwarten dieses aber innerhalb der nächsten sechs Monate.»

Bei der Sterk Cine AG, die insgesamt zehn Kinosäle im nahen Baden-Wettingen betreibt, nimmt man die Entwicklung zur Kenntnis: «Mit den bereits bestehenden Kinos in der Stadt Zürich, in Dietlikon und Dietikon sowie unseren Kinos in Baden und Wettingen ist der Grossraum Zürich aus unserer Sicht bereits überdurchschnittlich abgedeckt», sagt Franziska Sterk, Mitglied der Geschäftsleitung.

Sterk will sich im Markt behaupten

Man werde den neuen Wettbewerb aber annehmen und sich weiterhin im Markt behaupten und positionieren. «Unsere langjährige Tradition als Kinofamilie und das dazugehörige Know-how wird in der Branche sowie von den Kunden geschätzt», so Sterk. Ein weiteres Argument sei sicherlich auch, dass man die Filme im Gegensatz zu Pathé in der Originalsprache zeige.

Zu spüren bekommen dürfte ein Multiplex in Spreitenbach auch das Kino Capitol in Dietikon. Es wird in der dritten Generation von der Familie Romer betrieben. Auf Anfrage konnte man sich noch nicht zu den Plänen der Pathé Schweiz AG äussern.

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