Aktualisiert 02.12.2013 08:44

Schweizer Start-upNeues Rabattportal buhlt um Schnäppchenjäger

Auf einem neuen Rabattportal gibt es den Nachlass für den Kunden bar auf die Hand. In England ist das Konzept ein Mega-Erfolg. Ein Schweizer Experte ist skeptisch.

von
Dorothea Vollenweider
Livio Gottardi, Geschäftsführer von Rabattcorner.ch, belohnt Schnäppchenjäger mit Cash.

Livio Gottardi, Geschäftsführer von Rabattcorner.ch, belohnt Schnäppchenjäger mit Cash.

Braucht die Schweiz noch ein Schnäppchenportal? Ja, findet Livio Gottardi, denn sein Konzept ist neu: Auf Gottardis Website Rabattcorner.ch können sich Kunden kostenlos registrieren und dann auf mehr als 200 Onlineshops wie Zalando, Schild oder M-Electronics von Migros zu einem Rabatt von bis zu 15 Prozent einkaufen. Im Gegensatz zu anderen Schnäppchenportalen erhält der Kunde den Rabatt danach in bar. Dieser wird auf ein Konto gutgeschrieben und ab 20 Franken ausbezahlt.

Übersättigter Schnäppchen-Markt

Die Idee stammt aus England, Internetseiten wie Topcashback.co.uk feiern dort grosse Erfolge. E-Commerce-Experte Ralf Wölfle ist trotzdem skeptisch, was die Erfolgschancen des Start-ups in der Schweiz betrifft: «Die Schweizer sind weniger Schnäppchen-getrieben als andere Nationen», sagt er. Für ihn ist das neue Rabattkonzept nur ein weiterer Haken im bereits überfischten Meer der Schnäppchenportale.

Cashback statt Coupons

Auch Rabattcorner-Gründer Gottardi ist sich bewusst: «Schnäppchen auf Tagesbasis haben in der Schweiz einen hohen Sättigungsgrad erreicht.» Doch er wolle genau hier ansetzen: «Die Leute haben Schnäppchenportale satt, wo sie vergünstigt ein Produkt kaufen können, das am Schluss nie geliefert wird oder nicht hält, was es verspricht.» Sein Portal biete im Gegensatz dazu langfristig Cashback auf bekannte und etablierte Onlineshops.

Seit März ist das Portal in der Schweiz online. Und das sechsköpfige Team von Rabattcorner kann bereits erste Erfolge verbuchen: «Wir werden in den nächsten Tagen die Umsatzgrenze von einer Viertelmillion knacken», so Gottardi. Bisher konnte die Website den Kunden Rabatte im Wert von 10'000 Franken ausbezahlen.

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