Luzern: Neues Reusswehr verlor Nadeln

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LuzernNeues Reusswehr verlor Nadeln

Sie haben nicht gehalten: Rund hundert Holznadeln des neuen Reusswehrs gingen am Donnerstag den Bach beziehungsweise
den Fluss runter.

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Daniela Gigor/Markus Fehlmann
Die starke Strömung der Reuss hat gestern Teile des Luzerner Nadelwehrs herausgerissen. (Matthias Giordano/Daniela Gigor)

Die starke Strömung der Reuss hat gestern Teile des Luzerner Nadelwehrs herausgerissen. (Matthias Giordano/Daniela Gigor)

Passanten in der Stadt Luzern trauten gestern Mittag ihren Augen kaum, als plötzlich etwa hundert so genannte Nadeln des neuen Reusswehrs davonschwammen. «Sie wurden durch die Strömung heraus­gehoben», sagt Reusswehr-Projektleiter Mario Koksch. Die Nadeln seien nicht befestigt, sondern würden lediglich durch den Wasserdruck an das Fundament gedrückt. Zusammen mit weiteren Experten machte er sich am Nachmittag während rund einer Stunde ein Bild vor Ort und prüfte den Halt der noch verbliebenen Nadeln am Längswehr.

Jetzt sollen Massnahmen ergriffen werden: «Die Nadeln werden in geeigneter Weise zusätzlich befestigt.» Koksch betont, dass es sich beim Malheur nicht um eine Baupanne handelt: «Das Wehr ist noch nicht fertig. Und wir müssen mit den neuen Strömungen erst einmal Erfahrungen sammeln.»

Die fehlenden Nadeln haben kaum einen Einfluss auf den Seestand. Je nach Bedarf wird das Längswehr in den nächsten Tagen wieder geschlossen. Koksch: «Einen Teil der Nadeln konnten wir in ­Perlen und Rathausen bereits wieder einsammeln.»

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