CS300: Neues Swiss-Flugzeug muss zweimal umkehren
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CS300Neues Swiss-Flugzeug muss zweimal umkehren

Seit Sonntag musste die neue CS300 der Swiss zwei Flüge abbrechen. Beide Male startete sie in Genf und landete in Zürich zur Reparatur.

von
oli
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Neue Maschine: Die Swiss hat das Bombardier-Flugzeug CS300 in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt. (Alle Bilder: 14 Juni 2017)

Neue Maschine: Die Swiss hat das Bombardier-Flugzeug CS300 in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt. (Alle Bilder: 14 Juni 2017)

Keystone/Salvatore Di Nolfi
Hommage an die Westschweiz: Die spezielle Aussenverkleidung hat der Westschweizer Künstler Mathias Forbach alias Fichtre entworfen.

Hommage an die Westschweiz: Die spezielle Aussenverkleidung hat der Westschweizer Künstler Mathias Forbach alias Fichtre entworfen.

Keystone/Salvatore Di Nolfi
Die CS300 kommt anstelle des Airbus A320 zum Einsatz: Insgesamt sind für die Flotte in Genf sieben Maschinen geplant – die gesamte CS300-Flotte wird 20 Maschinen umfassen.

Die CS300 kommt anstelle des Airbus A320 zum Einsatz: Insgesamt sind für die Flotte in Genf sieben Maschinen geplant – die gesamte CS300-Flotte wird 20 Maschinen umfassen.

Keystone/Salvatore Di Nolfi

Der neue Swiss-Flieger musste bereits zweimal innerhalb von drei Tagen den Flug abbrechen. Beide Male ist die CS300 in Genf gestartet und musste nach Zürich umgeleitet werden, wie der «Blick» schreibt. Laut der Swiss handelt es sich um einen «bedauerlichen Zufall», wie Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott auf Anfrage von 20 Minuten bestätigt.

Es sei einmal im linken und einmal im rechten Triebwerk eine Störung aufgetreten. Dabei handle es sich nicht etwa um eine Kinderkrankheit, denn der Flugzeugtyp sei nicht neu, sagt Fuhlrott. «Die CS300 ist baugleich mit der CS100, nur grösser. Mit der CS100 haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.» Die neue CS300 ist länger als die CS100 und hat 20 Sitze mehr.

Fast in London angekommen

Am Sonntag befand sich das Flugzeug auf dem Flug LX352 von Genf nach London über dem Ärmelkanal, als es wegen «einer Unregelmässigkeit am Generator des linken Triebwerks» umkehrte und in Zürich landete.

Am Dienstag hatte dann dasselbe Flugzeug auf dem Flug LX528 von Genf nach Nizza erneut Probleme. Diesmal musste der Flug wegen «einer Unregelmässigkeit am Generator des rechten Triebwerks» abgebrochen werden. Er wurde ebenfalls nach Zürich umgeleitet.

Dass das Flugzeug in Zürich landete, hat mit der Infrastruktur zu tun, wie Fuhlrott sagt: «Wir haben in Zürich die beste Wartungs- und Reparaturinfrastruktur.» Vorfälle mit den Generatoren an den Triebwerken seien äusserst selten. «Die technische Zuverlässigkeit der Bombardier C Series ist sehr hoch.»

Auf dem Flug nach London befanden sich 54 Passagiere, auf jenem nach Nizza deren 105. «Die Passagiere wurden umgebucht oder mit einem Ersatzflugzeug an ihren Zielort transportiert», sagt Fuhlrott.

Die Swiss hat die CS100 im Juli 2016 angeschafft und acht Flugzeuge des Typs im Einsatz. Von der CS300 ist bislang nur die erwähnte Maschine im Einsatz, bis Ende 2018 folgen noch weitere 19 Maschinen des Typs.

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