Aktualisiert 14.08.2005 20:20

Neues Tram-Projekt in Bern: Gegner geben grünes Licht

Überraschende Wende im Grossprojekt ÖV Bern West: Die Gegner wollen das Tram nach Bümpliz nicht mehr verhindern.

«Das Referendum dagegen zu ergreifen, macht jetzt keinen Sinn mehr», sagte der einstige Tram-Gegner, SVP-Grossrat Thomas Fuchs, gestern zu 20 Minuten. «Das wäre nur noch Polit-Propaganda.»

Noch vor wenigen Wochen tönte es ganz anders: Nachdem klar geworden war, dass trotz Volks-Nein die Regierung wieder mit einem Tramprojekt für Bümpliz kommt, rief Fuchs zum Kampf (20 Minuten berichtete). «Unsere Kritik wurde jetzt aber ernst genommen. Das ist ein grosser Erfolg.»

Die folgenden Punkte waren für Fuchs und seine Mitstreiter ausschlaggebend: Erstens soll das neue Tram jetzt die Quartiere Stöckacker und Kleefeld erschliessen, zudem soll ein Bus vom Bachmätteli bis Riedbach fahren. «Zweitens können gemäss dem neuen Projekt die Autofahrer das Tram an den Haltestellen überholen», sagt Fuchs. «Und drittens wird das Projekt rund 30 Millionen Franken billiger.»

Fuchs stellt aber auch eine Bedingung: «Der Bund muss sich an den Kosten beteiligen.» Sonst will er das Tram trotzdem bekämpfen und sich für die Megabus-Variante einsetzen.

Morgen informieren Kanton und Stadt offiziell über das Projekt ÖV Bern West.

Philipp Probst

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