Neues Verfahren nach Concorde-Absturz
Aktualisiert

Neues Verfahren nach Concorde-Absturz

Mehr als fünf Jahre nach dem Absturz einer Concorde bei Paris hat die französische Justiz ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Wie bereits gegen zwei frühere Ingenieure des Überschallflugzeugs wird nun auch gegen einen leitenden Angestellten der zivilen Luftfahrtbehörde DGAC wegen des Verdachts des fahrlässigen Totschlags ermittelt, wie die Justiz am Freitag mitteilte.

Dem Mann wird vorgeworfen, seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen zu sein. Einige technische Probleme beim Betrieb der Concorde waren dem Hersteller und den Aufsichtsbehörden bekannt. Auch die amerikanische Fluggesellschaft Continental ist im Visier der französischen Ermittler.

Ein Flugzeug der Airline hatte am 25. Juli 2000 auf der Startbahn eine Titanlamelle verloren, die eine verhängnisvolle Kettenreaktion auslöste. Ein Reifen der wenige Minuten später startenden Concorde platzte, Gummiteile durchschlugen einen Tank, ausströmendes Kerosin entzündete sich. Der Air-France-Jet stürzte brennend auf ein Hotel in der Nähe des Flughafens Charles-de-Gaulle. 113 Menschen starben, die meisten von ihnen deutsche Touristen. (dapd)

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