Neuhaus will in den Regierungsrat
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Neuhaus will in den Regierungsrat

Sieben Personen werden am 13. Dezember in Belp an der Delegiertenversammlung der SVP als offizielle Kandidaten für die Nachfolge von Werner Luginbühl im Berner Regierungsrat antreten.

Mit dabei ist auch der frühere Parteisekretär Christoph Neuhaus.

Die Sekretärin der bernischen SVP, Aliki Panayides, bestätigte am Samstag die Kandidatur von Neuhaus, welche die «Berner Zeitung» in der Ausgabe vom Freitag publik gemacht hatte. Am Freitagabend ging bei der Parteizentrale die Frist für die Einreichung von Kandidaturen zu Ende.

Nebst Neuhaus treten am 13. Dezember folgende Personen als offiziell nominierte Kandidatinnen und Kandidaten auf: Lorenz Hess (Grossrat, Stettlen), Samuel Leuenberger (Grossrat, Trubschachen), Anita Luginbühl (alt Gemeindepräsidentin, Krattigen), Christian Rubin (Regierungsstatthalter, Aeschi), Therese Rufer (Grossrätin, Zuzwil) und Werner Salzmann (Gemeindepräsident, Mülchi).

Da diese Kandidaturen an der Delegiertenversammlung ergänzt werden können, ist keineswegs sicher, dass eine dieser sieben Personen zur Wahl für die Nachfolge des in den Ständerat gewählten Werner Luginbühl antritt.

Neuhaus in befristetem Job

Christoph Neuhaus arbeitet derzeit als Kommunikationsverantwortlicher für die Projektorganisation Öffentliche Hand der Euro 2008. Seine Kandidatur begründete er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einerseits damit, dass er viele Aufforderungen zu dem Schritt erhalten habe - auch aus dem Berner Oberland.

Andererseits habe sich jetzt die Gelegenheit für eine Kandidatur ergeben. Bis Anfang April, wenn der Luginbühl-Nachfolger das Amt im Regierungsrat antritt, werde bei den Fussball-Europameisterschaften Euro 2008 das Wichtigste aufgegleist sein. Der frühere SVP- Parteisekretär und Belper Vizegemeinderatspräsident verweist auch darauf, dass er einen befristeten Job ausübt.

Vorgehen am 13. Dezember ist umstritten

Der Parteivorstand der kantonalen SVP hat beschlossen, an der entscheidenden Delegiertenversammlung vom 13. Dezember zuerst eine Ausmarchung unter den Frauen vorzunehmen. Danach sollen die Männer gegeneinander antreten. Anschliessend würde die Gewinnerin dem Gewinner gegenübergestellt.

Die Delegierten können aber ein anderes Vorgehen beschliessen, wie Parteisekretärin Panayides erklärt. Es liegt auch schon ein Antrag vor, dass von Anfang an alle Kandidatinnen und Kandidaten gegeneinander antreten. Die Ersatzwahl in den bernischen Regierungsrat findet am 24. Februar 2008 statt.

(sda)

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